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Politik

Windeler hält viele Medikamente für verzichtbar

Montag, 14. Juni 2010

München – Der künftige Leiter des Arzneimittelprüfinstituts, Jürgen Windeler, hält einen großen Teil der auf dem deutschen Markt verkauften Medikamente für überflüssig. „Die Zahl von 50.000 Medikamentenvariationen könnte ohne Qualitätsverlust vielleicht auf ein Zehntel sinken, in jedem Fall auf unter 10.000“, sagte der künftige Chef des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) dem Nachrichtenmagazin „Focus“.

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Windeler sagte, „nutzlose Behandlungen“ sollten aus der Erstattungspflicht für die gesetzliche Krankenversicherung herausgenommen werden. „Das verschafft dann Raum für wirkliche Fortschritte“, sagte er. An konkreten Kosten orientierte Bewertungsmaßstäbe benachteiligten bestimmte Patientengruppen. Außerdem träfen sie in der deutschen Öffentlichkeit auf völliges Unverständnis.

Windeler wird im IQWiG in Köln Nachfolger von Peter Sawicki. Dieser war durch seine pharmakritische Haltung bekannt geworden. Sawicki waren Unregelmäßigkeiten bei Abrechnungen vorgehalten worden. Deshalb wurde sein Vertrag nicht verlängert. © ddp/aerzteblatt.de

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adonis
am Dienstag, 22. Juni 2010, 07:44

Na damit hat Herr Windeler

keine Bonus eingefahren. Oder war es nur eine Finte?
Zu dem muss diskutiert werden, was eine "nutzlose" Behandlung ist. Eine Chemotherapie, die den Patienten massiv beeinflusst und die ûberlebenszeit nur marginell erhöht ( sind wir ehrlich, das machen die meisten Chemos von soliden Tumoren), wäre so etwas. Aber das nationale Ego wird die Behandlungen immer zulassen, denn alle anderen machen es ja auch.
Der Große Ingenieur
am Freitag, 18. Juni 2010, 23:09

Ich auch.

Hier wurde und wird die Unwissenheit der Patienten und auch der Ärzte ausgenützt, um der Gesundheit in keiner Weise zuträglichen ... Waren in großen Mengen abzusetzen.
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