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| Angela Merkel /dpa |
Merkel rief die Koalition dazu auf, Rösler unbehelligt an einem Konzept für die Reform des Gesundheitswesens arbeiten zu lassen. „Ich plädiere dafür, dass der Gesundheitsminister jetzt ohne unnötigen Zeitdruck in Ruhe und mit den Vorsitzenden der Koalitionsparteien den Korridor für die Reform abstecken kann“, sagte die Kanzlerin der „BamS“.
Besonders die CSU bringt den Plänen Röslers starken Widerstand entgegen. CSU-Chef Horst Seehofer lehnt es kategorisch ab, eine Kopfpauschale in der gesetzlichen Krankenversicherung einzuführen. Nach Kritik von Wirtschaft und CSU war Rösler kürzlich von seinem Vorhaben abgerückt, den Arbeitgeberbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung zu erhöhen.
Bis zur Sommerpause soll Rösler nun einen neuen Vorschlag vorlegen, um die Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen zu sichern, denen nächstes Jahr ein Milliarden-Defizit droht. Die Reform des Gesundheitswesens müsse „langfristig tragfähig sein und dem Koalitionsvertrag entsprechen“, forderte Merkel.
Rösler selbst rief die CSU zu einem raschen Einlenken auf: „Wir brauchen sehr schnell eine pragmatische Lösung“, sagte er dem „Hamburger Abendblatt“ vom Samstag. Dabei forderte er die Christsozialen erneut auf, nach ihrer Ablehnung seiner Pläne eigene Vorschläge zu machen. „Es geht nicht, dass die CSU jegliche Alternativen schuldig bleibt“, sagte Rösler. Falls die CSU bei ihrer bisherigen Haltung bleibe, führe dies „zwangsläufig“ zu stärkeren Belastungen der Versicherten.
Auch Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) forderte eine rasche Einigung noch vor der Sommerpause. Bis dahin müsse das Thema „abgeräumt werden, sonst vergiftet es uns weiter unsere ansonsten doch ganz erfolgreiche Arbeit“, sagte Kauder der „Süddeutschen Zeitung“ vom Samstag.
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