Braunschweig – Einen Ansatz, der neue Therapieoptionen gegen eine Influenzainfektion eröffnen könnte, haben Wissenschaftler um Manfred Wirth vom Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung beschrieben.
Für seine Vermehrung muss ein Grippevirus seine DNA in eine Wirtszelle einbringen. An diesem Vorgang ist das Protein Caveolin-1 beteiligt, das sich in der Zellmembran von Wirtszellen befindet. Die Forscher entdeckten nun, dass das Influenza-Protein M2 als Interaktionspartner von Caveolin-1 dient. Dieser Zusammenhang könnte zukünftig einen Angriffspunkt für neue Therapiemöglichkeiten darstellen. Ihre Entdeckungen veröffentlichte die Gruppe in der Zeitschrift Virology Journal (doi:10.1186/1743-422X-7-108).
Jährlich sterben in Deutschland etwa 10 bis 30.000 Menschen an einer Grippe, meist durch Viren des Typs Influenza A. Um sein Erbmaterial zu entlassen, ist das Grippevirus auf die Hilfe von Zellproteinen, wie Caveolin-1, angewiesen. Dieses Protein kommt unter anderem in Gefäßwandzellen des Wirtes vor.
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