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Neurologische Erkrankungen auf dem Vormarsch

Montag, 21. Juni 2010

Berlin – Rund ein Drittel der europäischen Gesundheitskosten wird durch neurologische Erkrankungen verursacht. Darauf hat die Europäische Neurologengesellschaft (ENS) am Montag in Berlin hingewiesen. Sie fordert entsprechend mehr Geld für Grundlagenforschung, neue Therapien sowie die neurologische Aus- und Weiterbildung.

 

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„Erkrankungen des Nervensystems und des Gehirns sind häufiger als Krebs und belasten die europäischen Volkswirtschaften neuen gesundheitsökonomischen Berechnungen zufolge mit 386 Milliarden pro Jahr“, betonte ENS-Präsident Gérard Said beim ENS-Jahreskongress. Laut Weltgesundheitsorganisation leiden europaweit rund 50 Millionen Menschen an neurologischen Erkrankungen.  

Dabei steht Migräne steht ganz oben auf der Liste der am meisten verbreiteten neurologischen Erkrankungen. Rund 41 Millionen Europäer leiden laut European Brain Council unter den belastenden chronischen Kopfschmerzen. Aber auch Demenz (4,8 Millionen), Epilepsie (2,6 Millionen) und die Parkinson-Krankheit (1,2 Millionen) sind in Europa weit verbreitet. 

Rund eine Million Menschen werden jährlich Opfer eines Schlaganfalls. Häufig unterschätzt, aber mit geschätzten 20 bis 30 Millionen Betroffenen weltweit besonders verbreitet, seien auch Neuropathien – eines der Schwerpunktthemen des aktuellen Neurologenkongresses.

„Trotz dieser Dimensionen werden den Erkrankungen des Gehirns oder Nervensystems derzeit weniger öffentliche Aufmerksamkeit oder Fördermittel zuteil als etwa onkologischen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen“, monierte ENS-Präsident Said. © hil/aerzteblatt.de

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