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| dpa |
Es scheint als hätten Epidemiologen ihre früheren Bedenken gegenüber Kaffee überwunden. Lange hieß es Kaffee erhöhe Blutdruck und Blutzucker, und auch seine diuretische Wirkung können dem Herz-Kreislauf-System nur schaden.
Experten diskutierten, durch welche Zubereitungsmethode die negativen Auswirkungen auf den Cholesterinwert möglichst niedrig gehalten werden könnten. Vor allem älteren Menschen rieten die Ärzte dringend zu koffeinfreiem Kaffee, der noch heute einen Marktanteil von 10 Prozent hat.
In den letzten Jahren häuften sich die Studien, die dem Kaffeekonsum eine positive Wirkung zuschreiben. Kaffeetrinker sollen demnach seltener an Typ-2-Diabetes mellitus erkranken. Jetzt ermittelt eine Beobachtungsstudie aus den Niederlanden sogar eine kardioprotektive Wirkung des koffeinhaltigen Getränks.
Yvonne van der Schouw vom Nationalen Institute für öffentliche Gesundheit und Umwelt (RIVM) in Bilthoven hat für die Studie die Daten von 37.514 Niederländern ausgewertet, die in Fragebögen zu ihren Lebensgewohnheiten auch ihren Kaffee- und Teekonsum angegeben hatten.
Bereits zwei bis vier Tassen pro Tag waren in den folgenden 13 Jahren mit einem um 21 Prozent signifikant verminderten Risiko auf eine KHK-Erkrankung assoziiert. Auch das KHK- und Gesamtsterberisiko waren vermindert. Hier wurde allerdings das Signifikanzniveau verfehlt.
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