Berlin – Das Berliner Behandlungszentrum für Folteropfer (bzfo) hat Erleichterungen für Folteropfer und traumatisierte Flüchtlinge in Deutschland angemahnt. So bräuchten sie für ihren Genesungsprozess Zugang zu adäquater Behandlung und einen sicheren Aufenthaltsstatus, erklärte das bzfo am Dienstag in Berlin.
Der Gesetzgeber solle auch einen leichteren Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglichen. Das Zentrum äußerte sich anlässlich des Internationalen Tages zur Unterstützung von Folteropfern am Samstag.
Zur Begründung erläuterten die Experten, für den Integrationsprozess sei Arbeit bedeutsam, zugleich würde ein solcher Schritt die Sozialkassen entlasten. Wenn traumatisierte Menschen arbeitsfähig seien, aber keinen Zugang zum Arbeitsmarkt fänden, mindere das ihr ohnehin durch Trauma und Flucht verringertes Selbstbewusstsein und verschärfe physisches und psychisches Leid.
Das 1992 errichtete Behandlungszentrum bietet Opfern staatlicher Gewalt Hilfe bei körperlichen Leiden, seelischen Langzeitschäden und psychosomatischen Störungen. Es behandelt jährlich rund 500 Erwachsene, Kinder und unbegleitete Jugendliche aus rund 60 Ländern.
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