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| ddp |
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hatte im März ihre Pläne für eine Pflegezeit vorgestellt, mit der Arbeitnehmer ihre Arbeitszeit für maximal zwei Jahre auf die Hälfte reduzieren können, dabei aber 75 Prozent ihres Gehalts beziehen. Zum Ausgleich sollen sie später wieder voll arbeiten und dafür weiterhin nur drei Viertel ihres Gehalts erhalten. Im Herbst will Schröder dazu einen Gesetzentwurf vorlegen.
Laut Widmann-Mauz gibt es derzeit einen erheblichen Bedarf an Pflegefachkräften in Deutschland. Zwischen 1999 und 2007 sei die Zahl der Beschäftigten in ambulanten Pflegediensten um 55.000 (28 Prozent) und in Pflegeheimen um 133.000 (30 Prozent) gestiegen. „Tendenz weiter steigend“, so die CDU-Politikerin. Um die Pflegeberufe attraktiver zu gestalten, sei beispielsweise der Mindestlohn eine wichtige Voraussetzung.
Es sei zudem erforderlich, die Vernetzung zwischen stationärer und ambulanter Pflege zu verbessern. Dies setze jedoch eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten auf Augenhöhe voraus. „Die Integrierte Versorgung bietet hier große Chancen, die noch nicht genutzt wurden.“
Wir müssen die Versorgungsbruchstellen, die es derzeit noch gibt, offensiv angehen. Die Vernetzung muss in der Praxis durch eine institutionsübergreifende Zusammenarbeit vollzogen werden, zum Beispiel durch eine gemeinsame Überarbeitung der Überleitungsbögen“, forderte Widmann-Mauz.
Die parlamentarische Staatssekretärin bekräftigte den im Koalitionsvertrag dargelegten Willen der Bundesregierung, die Pflegeversicherung auf eine Kapitaldeckung umzustellen. „Die finanzielle Situation dafür ist günstig, die Pflegeversicherung hat im vergangenen Jahr eine Milliarde Euro Überschuss erzielt. Wir können aber nicht davon ausgehen, dass sich das in den nächsten Jahren wiederholt. Wir müssen also die Zeit nutzen, um weitere Reformschritte wie die Kapitaldeckung solide vorzubereiten“, so Widmann-Mauz.fos
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