Schweinegrippe: Europarat WHO wirft Vertuschung vor
Donnerstag, 24. Juni 2010
ddp
Straßburg – Die Parlamentarische Versammlung des Europarats hat Aufklärung über den mutmaßlich falschen Schweinegrippen-Alarm durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gefordert.
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Die Ausrufung einer Pandemie habe mehrere Länder zu breitangelegten Impfkampagnen und damit zu einer "erheblichen Verschwendung" öffentlicher Gelder veranlasst, kritisierten die Abgeordneten aus den 47 Europaratsländern am Donnerstag in einer Entschließung. Trotz wiederholter Anfragen enthalte die WHO der Öffentlichkeit nach wie vor wichtige Informationen über die Hintergründe des Schweinegrippen-Alarms vor.
Die Parlamentarier-Versammlung bemängelt vor allem, dass die WHO mit Sitz in Genf sich beharrlich weigere, die Mitglieder eines Dringlichkeitsausschusses zu benennen, der die H1N1 genannte Grippe im Juni vergangenen Jahres zur Pandemie erklärt hatte.
Dies erschwere Nachforschungen über etwaige Kontakte der Mitglieder dieses Beratungsgremiums zu Pharma-Industrie, die von den Massenimpfungen profitiert habe. Auch habe die WHO keine schlüssige Erklärung dafür gegeben, warum diese im Frühjahr 2009 die Kriterien für die Ausrufung einer Pandemie geändert habe.
Seither ist nur die Geschwindigkeit ausschlaggebend, mit der sich etwa ein neuer Virus verbreitet. Die Gefährlichkeit der Krankheit spielt hingegen keine Rolle mehr. Aufgrund der neuen Definition wurde die Schweinegrippe zur Pandemie erklärt, obwohl sie vergleichsweise harmlos ist.
Hinter dieser Entscheidung stecke eine „Kette von Schummeleien, ein großes Täuschmanöver“, betonte der spanische Sozialist Arcadio Diaz Tejera. Dies habe zur Verschwendung von Milliarden von Euros für Impfkampagnen geführt.
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