Bremen – Die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) fordert, die Investitionen in medizinische Wissenschaft und Forschung um rund 20 Prozent zu erhöhen. Nur so könne man dem Fürsorgeanspruch der Erkrankten und den Zielvorgaben der Lissabon-Kriterien der EU gerecht werden.
„Wenn Krebspatienten in Zukunft nicht nach dem medizinischen Stand von gestern behandelt werden sollen, ist eine Neuorientierung durch Investitionen in unabhängige medizinische Wissenschaft notwendig“, warnt die DKG in ihrer heute vorgestellten „Bremer Erklärung“.
Noch wesentlicher sei ein angemessenes Qualitätsmanagement. „Dabei ist nicht die Organisation eines einzelnen Krankenhauses, einer einzelnen Praxis oder sonstigen Einrichtung der Versorgung gemeint“, verdeutlicht die DKG. Sie fordert den flächendeckenden Aufbau klinischer Krebsregister, um die Qualität interdisziplinärer und intersektoraler onkologischer Behandlungskonzepte zu sichern.
„Ein angemessenes Qualitätsmanagement lässt bereits nach derzeitigem Wissensstand und dessen konsequenter Umsetzung Einsparungen in Milliardenhöhe zu und ermöglicht eine aussagekräftige onkologische Qualitätsberichterstattung“, verdeutlicht die DKG.
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