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Peritonealdialyse: Ursachen für gastrointestinale Beschwerden entdeckt

Montag, 28. Juni 2010

Shanghai – Gastrointestinale Beschwerden bei Patienten mit einer Peritonealdialyse hängen nicht mit der Dialyseform an sich, sondern mit der medikamentösen Versorgung der Patienten und deren chronischer Niereninsuffizienz zusammen.

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Diese Entdeckungen machten Wissenschaftler um Zhi-Yong Guo von der nephrologischen Abteilung der Second Military Medical University in Shanghai. Sie publizierten ihre Ergebnisse in der Zeitschrift World Journal of Gastroenterology (doi: 10.3748/wjg.v16.i22.2812.).

Gastrointestinale Beschwerden treten bewiesenermaßen häufiger bei Patienten mit Peritonealdialyse auf, als bei Patienten, die eine Hämodialyse erhalten. Bisher war nach Angaben der Autoren noch nicht bekannt, ob das Auftreten von gastrointestinalen Beschwerden mit der Niereninsuffizienz selbst, der Behandlungsmethode oder anderen Faktoren zusammenhängt.

Die Wissenschaftler verwendeten in ihrer Studie eine Schätzungs-Skala für die Bauchbeschwerden, das ist ein selbstverwalteter Fragebogen mit 15 Symptomen und einer siebenstufigen Einteilung. Diese Skala war in Stufen von 1=keine Beschwerden bis 7=sehr starke Beschwerden eingeteilt, um die gastrointestinale Symptomatik bei Peritonealdialyse-Patienten zu bewerten.

Bei den Untersuchungen von 112 Patienten entdeckten die Forscher, dass die Prävalenz von Essstörungen, Reflux und Verdauungsstörung bei peritonealdialysierten Patienten bei 44.2 Prozent, 32.7 Prozent und 32.7 Prozent lagen. Nach Angaben der Gruppe sind Kortikosteroidtherapien und die Zahl aller Medikamente, welche die Patienten täglich einnahmen, die Ursache der gastrointestinalen Symptome.

Insgesamt hingen die gastrointestinalen Beschwerden der peritonealdialysierten Patienten also mit der chronischen Niereninsuffizienz an sich und den medikamentösen Behandlungsformen zusammen, nicht aber mit der Peritonealdialyse, so die Forscher. © rme/aerzteblatt.de

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