Lecce – Bereits eine symptomlose Hypothyreose bei Schwangeren kann eine Fehlgeburt auslösen. Diese Erkenntnisse gewannen Wissenschaftler um Roberto Negro von der Abteilung für Neonatologie und Endokrinologie des Fazzi Krankenhauses in Lecce. Sie publizierten ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift Journal of Endocrinology and Metabolism (doi:10.1210/jc.2010-0340).
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Eine Schilddrüsenunterfunktion zeichnet sich unter anderem durch Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Kältegefühl aus. Bei der Mehrzahl aller Schwangeren ist keine Hypothyreose bekannt.
Mit Hilfe von Blutuntersuchungen kann die Konzentration von TSH bestimmt werden, einem Hypophysenhormon, das die Schilddrüse stimuliert. Auch bei einer leichten Unterfunktion der Schilddrüse zeigt sich im Blutbild ein erhöhter TSH-Wert. Der TSH-Grenzwert liegt aktuell für Schwangere bei 2,5mU/l.
Die Wissenschaftler untersuchten in ihrer Studie 4.123 Frauen, die keine Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse aufwiesen. Sie teilten diese Frauen in zwei Gruppen ein. Die eine Gruppe bestand aus Frauen mit einem TSH-Wert zwischen 2,5mU/l - 5mU/l, während sich in der zweiten Gruppe die Frauen mit einem TSH-Wert unter 2,5mU/l befanden.
Die Studienergebnisse zeigten, dass sich die Fehlgeburtenrate im ersten Trimenon in der Gruppe mit einem TSH-Wert zwischen 2,5mU/l – 5mU/L signifikant erhöhte, sie betrug 6,1 Prozent gegenüber 3,1 Prozent.
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