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Strenge Regularien behindern Forschung in Deutschland

Freitag, 2. Juli 2010

Köln – Das Koordinierungszentrum für Klinische Studien (KKS) hat davor gewarnt, dass deutsche Gesetze den Forschungsstandort Deutschland gefährden. „Es ist ein unhaltbarer Zustand, dass wir aufgrund nationaler Sonderwege und fehlender Harmonisierungen im internationalen Studienumfeld kein adäquater Forschungsstandort für multinationale Studien sind“, monierte Steffen Luntz, Vorstandsmitglied des KKS-Netzwerks. Gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) fordert das KKS deshalb, für klinische Studien schnellstmöglich einheitliche europäische Vorgaben einzuführen.

Zum Hintergrund: SDGC und KKS-Netzwerk hatten sich vor einiger Zeit um die Teilnahme an einer multinationalen klinischen Studie beworben, waren jedoch am deutschen Arzneimittelgesetz (AMG) gescheitert, weil die im europäischen Ausland ausgestellten Versicherungspolicen für die teilnehmenden Patienten nicht den Anforderungen des AMG entsprachen.

Dabei sei es enorm wichtig, dass sich die Bundesrepublik an den immer stärker international fokussierten Studien beteilige, mahnt das KKS. „Und zwar nicht nur, um im internationalen Vergleich wettbewerbsfähig zu bleiben sondern auch, weil über breit angelegte klinische Studien der Nutzen direkt beim betroffenen Patienten ankommt“, unterstrich Luntz. © hil/aerzteblatt.de

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