Magdeburg – Als vorsorgliche Sicherheitsmaßnahme hat das Universitätsklinikum Magdeburg mit Beginn des dritten Quartals Identifikationsarmbänder für Patienten eingeführt. „Die Identifikationsarmbänder sollen helfen, Patienten in den Momenten zu schützen, in denen sie am meisten gefährdet sind, wenn sie nicht ansprechbar sind oder sich aufgrund ihrer Erkrankung oder Medikation nicht sicher zu erkennen geben können“, informiert Björn Tönneßen, medizinischer Risikomanager am Uniklinikum.
Mit einem anderen verwechselt zu werden – und die falsche Therapie zu erfahren – ist neben der eigentlichen Erkrankung eine der größten Ängste, die Patienten im Krankenhaus haben. 86 Prozent der befragten Patienten einer aktuellen Umfrage zur Sicherheit im Krankenhaus gaben die Angst vor der Verwechslung, als eines der wichtigsten Themen an.
Dass eine solche Verwechslung zwar unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich ist, zeigen Studien aus den USA, nach denen zwischen einer von 52.000 und einer von 130.000 Patienten Opfer einer Verwechslung wird.
Insbesondere in den Situationen, in denen ein Patient sich aufgrund von Medikamenten, Narkosen oder aus anderen Gründen nicht zu erkennen geben kann, müsse sichergestellt sein, dass die richtige Therapie den richtigen Patienten erreiche, so die Uniklinik Magdeburg.
Das Aktionsbündnis Patientensicherheit hat daher Empfehlungen zur sicheren Identifikation herausgegeben, zu denen unter anderem auch die Einführung von Identifikationsarmbändern gehört.
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