München – Immer mehr Menschen werden durch die Bedingungen an ihrem Arbeitsplatz psychisch krank. Das ist das Ergebnis einer Befragung von über 300 Psychiatern durch das Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München. Demnach hatten 85 Prozent der befragten Psychiater den Eindruck, dass der Anteil der Patienten, bei denen die Arbeitsbedingungen einen krankmachenden Faktor darstellten, in den letzten zehn Jahren deutlich angestiegen ist.
Bei 26 Prozent ihrer Patienten sind die Arbeitsbedingungen Hauptauslöser der psychischen Erkrankung. Sind die Betroffenen erst einmal manifest erkrankt und müssen krankgeschrieben werden, wird der Studie zufolge rund ein Drittel von ihnen von Vorgesetzten und Kollegen nach der Rückkehr an den Arbeitsplatz stigmatisiert.
„Dies könnte auch ein Grund dafür sein, warum sie 38 Prozent ihrer Patienten davon abraten, Vorgesetze über ihre psychische Erkrankung zu informieren“, heißt es dazu von den Wissenschaftlern.
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie
registriert sein.
Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.
Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes
Leserkommentare
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.