Edinburgh – Eine über viele Generationen geringere Mobilität hinterlässt Spuren im menschlichen Genom. In einer Studie im European Journal of Human Genetics (2010; doi: 10.1038/ejhg.2010.92) genügte ein einfacher Gentest, um die Herkunft von Dorfbewohnern zu bestimmen.
Was haben die regenreichen Inseln vor Schottland, abgelegene Dörfer in Kroatien und einsame Täler der italienischen Alpen gemeinsam? Richtig: Die Bevölkerung lebte bis in die jüngste Vergangenheit zurückgezogen mit wenig Kontakt zur Außenwelt. Man verheiratet sich bevorzugt mit Menschen aus dem gleichen Dorf oder der unmittelbaren Nachbarschaft.
Die Folge ist eine gewisse genetische Homogenität. Frühere Studien hatten gezeigt, dass von Dorf zu Dorf nicht nur feine Nuancen in Aussprache und Dialekt bestehen. Auch das Erbgut unterscheidet sich so sehr, dass Jim Wilson von der Universität Edinburgh und Mitarbeiter es wagten, die Herkunft einzelner Bewohner durch einen Gentest zu erraten.
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