Proteste gegen Sparbeschlüsse bei Hausarztverträgen
Mittwoch, 7. Juli 2010
Ulrich Weigeldt
Köln/Berlin – Der Deutsche Hausärzteverband hat die am Dienstag von der schwarz-gelben Regierungskoalition gefassten Beschlüsse scharf kritisiert. „Dieser Minister ist unfähig, die drängendsten Probleme des deutschen Gesundheitssystems zu lösen“, erklärte Ulrich Weigeldt, Bundesvorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes. Die „beschleunigte Beseitigung der Hausarztpraxen in Deutschland“ sei nicht die geeignete Antwort auf eine alternde Bevölkerung und steigende Morbiditätslast.
Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) hatte unter anderem angekündigt, im Bereich der ambulanten ärztlichen Versorgung circa 350 Millionen Euro einsparen zu wollen, insbesondere bei extrabudgetär bezahlten Leistungen. Zusätzlich dazu will der Gesundheitsminister eine halbe bis eine Milliarde Euro pro Jahr einsparen, indem er das Vergütungsniveau bei der hausarztzentrierten Versorgung nach Paragraph 73b des fünften Sozialgesetzbuches (SGB V) begrenzt. Für Verträge, die bereits rechtsgültig abgeschlossen seien, gelte aber Vertrauensschutz, so Rösler. Für alle anderen soll das Honorarniveau zukünftig niedriger ausfallen.
„Minister Rösler straft unter dem Vorwand einer Spardebatte innovative Strukturen im ambulanten wie auch im stationären Sektor ab, er belohnt Krankenkassen, die nicht mehr marktfähig sind und ein Gesetz zur Verbesserung der ambulanten Versorgung ignorieren“, so Weigeldt.
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Bin ganz deiner Meinung. Was wird geschehen. Mehr Kollegen müssen ihre Praxis schliessen, der Rest muss entweder mehr arbeiten oder mehr betrügen. Es wäre halt schon interessant zu publizierien, wieviel ein Durchschnittspatient in der Hausarztpraxis heute Wert ist. Ich glaube nicht viel mehr wie zu meiner Zeit, als ich das Handtuch warf (35-40 Euro im Schnitt und Quartal).
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