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Mah-Jongg-Thrombose

Mittwoch, 7. Juli 2010

ChangSha – Einer 40-jährigen Frau aus der südchinesischen Provinz Hunan wäre ihre Spielleidenschaft beinahe zum Verhängnis geworden. Am Morgen nach einer nächtlichen Mah-Jongg-Partie erkrankte sie an einer tiefen Venenthrombose, wie die Mediziner im Lancet (2010; 375: 2214) berichten.

Mah-Jongg erfreut sich in China großer Beliebtheit. Das mit dem Rommé verwandte Spiel, das aber mit Steinen statt mit Karten gespielt wird, fesselte die junge Frau so sehr, dass sie mehr als acht Stunden bewegungslos am Spieltisch verharrte und wenig Flüssigkeit zu sich nahm.

Am folgenden Morgen klagte sie über Schmerzen und Schwellungen im linken Bein. Die Ärzte im Xiang-Ya Hospital der Provinzhauptstadt ChangSha diagnostizierten mittels der Farbdopplersonographie einen langen Thrombus, der sich von der Vena iliaca externa bis in die vordere Vena tibialis erstreckte.

Außer der Einnahme eines oralen Kontrazeptivums (Desogestrel plus Ethinylestradiol) gab es keine Risikofaktoren für eine tiefe Venenthrombose. Für Guang-sen Zhang ist die Mah-Jongg-Thrombose deshalb eine Variante des “Economy-Class-Syndrom”, zu der es nach mehrstündigen Langstreckenflügen mit eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten für die Beine kommen kann.

Bei der Mah-Jongg-Thrombose könnten noch der Schlafentzug und der Stress durch Geldverluste hinzukommen. Mah-Jongg wird in China nämlich häufig mit hohen Geldeinsätzen gespielt. © rme/aerzteblatt.de

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