Berlin – Nach der Einigung auf höhere Beiträge will das Bundesgesundheitsministerium über weitere Sparmaßnahmen die Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherung verbessern. Gesundheitsstaatssekretär Daniel Bahr (FDP) sagte dem „Tagesspiegel“ vom Donnerstag, es gebe im System „noch viele Effizienzreserven“.
So müsse das Zusammenspiel von stationärer und ambulanter Versorgung besser werden, außerdem brauche es mehr Anreize für gesundheitsbewusstes Verhalten. Bahr verwies darauf, dass auch im Bereich der Krankenhäuser mehr gespart werden könne. Da die Krankenhausplanung in den Händen der Bundesländer liege, die sich heftig gegen Einsparungen gewehrt hätten, seien hier „nur schrittweise“ Ergebnisse zu erreichen.
Bahr sagte, dass damit bis 2014 die Finanzierung gesichert sei und keine zusätzlichen Steuerzuschüsse benötigt würden, nehme die Politik „nicht aus der Pflicht, weiter auf die Kosten zu achten“. Der FDP-Politiker bestritt, dass Geringverdiener und Rentner durch die geplante Reform überfordert werden. Schließlich betrage die zusätzliche Belastung nicht mehr als zwei Prozent des Einkommens.
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