Berlin – Vor einer Finanzierungslücke bei der unabhängigen Patientenberatung (UPD) warnt der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). „Es würde dem guten Ruf der Patientenberatung schaden, wenn Ratsuchende vorübergehend vor verschlossenen Türen stünden“, warnte vzbv-Vorstand Gerd Billen.
Hintergrund: Das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) sieht vor, dass die UPD nach der am 31. Dezember endenden Modellphase in die Regelversorgung übergeht. Dazu soll der GKV-Spitzenverband nach einer Ausschreibung eine neutrale und unabhängige Einrichtung bestimmen, die zunächst für fünf Jahre die UPD leistet.
Laut vzbv droht bei diesem Vorgehen eine Finanzierungslücke, denn alle Verträge der zweiten Modellphase endeten Ende des Jahres. „Selbst wenn noch in diesem Monat ausgeschrieben würde, wird sich das Vergabeverfahren aber mindestens bis Ende November hinziehen“, erklärte der Vorstand.
Der vzbv fordert daher das Bundesministerium für Gesundheit und den GKV-Spitzenverband auf, für einen bruchlosen Übergang zwischen Modellphase und Regelangebot zu sorgen. „Wenn nichts passiert, steht die erfolgreiche Arbeit der vergangenen fünf Jahre auf dem Spiel“, warnte Billen.
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