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KVen kritisieren Sparpläne bei Hausärzten

Freitag, 9. Juli 2010

Münster/München – Die von der schwarz-gelben Regierungskoalition beschlossenen Kürzungen bei den Hausarztverträgen sorgen für Diskussion. „Gerade in einer immer älter werdenden Gesellschaft kommt dem Hausarzt eine zentrale Rolle zu, die auch im Hinblick auf drohende Nachwuchsprobleme unbedingt angemessen vergütet werden muss“, erklärte Gabriel Schmidt, erster stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB).
Ein fairer Wettbewerb um die besten Versorgungs- und Vertragskonzepte sei daher absolut notwendig. Jedoch hätten die politischen Querelen um die Hausarztverträge sowie die Tatsache, dass viele dieser Verträge nicht einvernehmlich zwischen Ärzteschaft und Krankenkassen, sondern vor dem Schiedsamt geschlossen wurden, letztlich dazu geführt, dass das Thema zu einem reinen Politikum verkommen sei, so Schmidt.

Hintergrund: Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) will das Vergütungsniveau bei der hausarztzentrierten Versorgung (HzV) nach Paragraph 73b des fünften Sozialgesetzbuches (SGB V) senken und somit in Zukunft eine halbe bis eine Milliarde Euro pro Jahr einsparen.

„Damit verlieren die ‚Selektivverträge‘ deutlich an Attraktivität“, sagte Wolfgang-Axel Dryden, zweiter Vorsitzender der Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL). Das Hauptproblem bleibe aber die Unterfinanzierung der gesamten ambulanten Versorgung. „Um langfristig eine wirkliche Verbesserung der Vergütung und Patientenversorgung zu erhalten, brauchen wir kein Gegen-, sondern ein faires Miteinander und ein angemessenes Honorar ohne zusätzlichen Bürokratieaufwand“, so Dryden. © hil/aerzteblatt.de

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adonis
am Sonntag, 11. Juli 2010, 14:25

Warum klagen?

Das sind die Hausärzte doch gewöhnt. Ausserdem ist es eine aussterbende Species.
Ich lache mich mal richtig tot, wenn die Fachärzte mal richtig ran müssen, wenn es die Allgemeinmediziner nicht mehr gibt. Dann kann man die Patienten nicht mehr mit der Anmerkung: nicht mein Fachgebiet zurückschicken.
Dass sich allerdings die KV Bayern sich engagiert verwundert mich, da man dort immer alles getan hat um die Stellung der Hausärzte zu schwächen. Es muss also in Bayern langsam gefährlich aussehen.

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