Münster/München – Die von der schwarz-gelben Regierungskoalition beschlossenen Kürzungen bei den Hausarztverträgen sorgen für Diskussion. „Gerade in einer immer älter werdenden Gesellschaft kommt dem Hausarzt eine zentrale Rolle zu, die auch im Hinblick auf drohende Nachwuchsprobleme unbedingt angemessen vergütet werden muss“, erklärte Gabriel Schmidt, erster stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB).
Ein fairer Wettbewerb um die besten Versorgungs- und Vertragskonzepte sei daher absolut notwendig. Jedoch hätten die politischen Querelen um die Hausarztverträge sowie die Tatsache, dass viele dieser Verträge nicht einvernehmlich zwischen Ärzteschaft und Krankenkassen, sondern vor dem Schiedsamt geschlossen wurden, letztlich dazu geführt, dass das Thema zu einem reinen Politikum verkommen sei, so Schmidt.
Hintergrund: Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) will das Vergütungsniveau bei der hausarztzentrierten Versorgung (HzV) nach Paragraph 73b des fünften Sozialgesetzbuches (SGB V) senken und somit in Zukunft eine halbe bis eine Milliarde Euro pro Jahr einsparen.
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