Durch Fußball-WM und Hitzewelle werden Blutkonserven knapp
Freitag, 9. Juli 2010
Springe/Hannover – Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) befürchtet einen Mangel an Blutkonserven in Niedersachsen. „Durch Fußball-Weltmeisterschaft, Sommerferien und Hitzewelle gehen die Vorräte unerwartet schnell zur Neige“, sagte Thomas Bischoff vom DRK-Blutspendedienst in Springe. Seit Juni seien täglich 325 Blutspender weniger gekommen. Um die Versorgung und oft lebensrettende Behandlung von Patienten weiter gewährleisten zu können, sei das DRK jedoch auf kontinuierliche Blutspenden angewiesen.
Gemeinsam mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ruft die Hilfsorganisation deshalb zum Blutspenden auf. „Rund 80 Prozent aller Bürger sind im Laufe ihres Lebens auf eine Blutspende angewiesen, aber nur rund drei Prozent spenden Blut“, betonte Hans-Gert Heuft, leitender Oberarzt des MHH-Institutes für Transfusionsmedizin. Allein dies sorge bereits dafür, dass der Vorrat an Blutspenden immer knapp sei. Erfahrungsgemäß gehe zudem in den Sommermonaten die Bereitschaft zum Blutspenden massiv zurück.
Grundsätzlich kann jeder gesunde Erwachsene zwischen 18 und 68 Jahren Blut spenden. Blutspenden in höherem Alter sind nach ärztlicher Prüfung ebenfalls möglich. © hil/aerzteblatt.de
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