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DIHK: Höhere Kassenbeiträge kosten 50 000 Arbeitsplätze

Dienstag, 13. Juli 2010

Hamburg – Die Erhöhung der Krankenkassenbeiträge durch die schwarz-gelbe Koalition wird nach Ansicht des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) rund 50 000 Arbeitsplätze vernichten.

DIHK-Chefvolkswirt Volker Treier sagte der „Financial Times Deutschland“ vom Dienstag, das ergebe sich aus Berechnungen seiner Organisation. „Die Kapazitäten der Unternehmen in Deutschland sind immer noch unterausgelastet“, sagte Treier. „Da sind höhere Arbeitskosten genau das Falsche.“

Die Bundesregierung hat beschlossen, die Kassenbeiträge zum 1. Januar 2011 von 14,9 auf 15,5 Prozent anzuheben. Bei einer DIHK-Umfrage unter 26.000 Unternehmen gaben der Zeitung zufolge 35 Prozent der Befragten an, die Arbeitskosten seien aus ihrer Sicht das größte Konjunkturrisiko. Höher gewichtet wurden nur steigende Energie- und Rohstoffpreise mit 37 Prozent.

Nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) wird die Gesundheitsreform zudem zu einer Ausweitung der Schwarzarbeit führen. Das Vorhaben sei „arbeitsmarktpolitisch kontraproduktiv“, sagte der DIW-Arbeitsmarktexperte Markus Grabka der „Berliner Zeitung“ vom Dienstag.

Für Arbeitnehmer mit kleinem Einkommen werde sozialversicherungspflichtige Arbeit noch unattraktiver. „Wenn Sie nur 800 Euro pro Monat verdienen, dann ist ein Zusatzbeitrag von 16 Euro bereits ein Betrag, der zu einer Abwanderung in die Schwarzarbeit führen kann“, sagte Grabka. © ddp/aerzteblatt.de

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