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Ärztlicher Bereitschaftsdienst bald unter einheitlicher Telefonnummer zu erreichen

Dienstag, 13. Juli 2010

Berlin – Die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) und die Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) haben von der Bundesnetzagentur den Zuschlag erhalten, in Deutschland eine einheitliche Rufnummer für den ärztlichen Bereitschaftsdienst einzuführen.

Unter der Nummer 116 117 sollen Patienten ab 2011 in jedem Bundesland und in jeder Region den ärztlichen Bereitschaftsdienst erreichen können. Auch innerhalb der gesamten Europäischen Union ist diese Nummer seit November letzten Jahres für den Bereitschaftsdienst reserviert, die Umsetzung ist für die einzelnen Mitgliedstaaten jedoch optional. 

Initiator der einheitlichen Bereitschaftsdienstnummer ist die KV Brandenburg. „Etwa 250.000 Mal pro Jahr wird in Brandenburg der ärztliche Bereitschaftsdienst angerufen. Das geschieht über eine 14-stellige Telefonnummer, die sich niemand merken kann. Und die Anrufe sind kostenpflichtig“, sagte der Vorsitzende der KV Brandenburg, Hans-Joachim Helming heute in Potsdam. Die neue Nummer hingegen sei nicht nur viel einfacher zu behalten, sondern auch kostenfrei. 

Die KVen haben seit dem Zuschlag durch die Bundesnetzagentur nun 180 Tage Zeit, um die neue Nummer einzurichten. Ab dem 1.1.2011 soll der Bereitschaftsdienst dann für einen Übergangszeitraum sowohl über die alten Nummern als auch über 116 117 erreichbar sein. Ähnlich wie bei der Notrufnummer 112 werden die Patienten dann über ihre Ortskennung mit dem regionalen Bereitschaftsdienst verbunden.

Ob die Anbieter von Mobilfunkdiensten dazu verpflichtet werden, ebenfalls eine Ortskennung zu übermitteln, wenn 116 117 gewählt wird, steht laut Helming derzeit noch nicht fest. Deshalb könne auch noch nicht gesagt werden, wie teuer die neue Nummer werde. „In jedem Fall geht es aber um einen sechsstelligen Betrag“, so Helming. 

Laut Beschluss der KBV-Vertreterversammlung werden die Kosten aus KBV-Mitteln aufgebracht werden. Schon heute bezahlten die KVen zum Teil viel Geld für die Nummern ihrer ärztlichen Bereitschaftsdienste, die zum Beispiel in Berlin über Callcenter organisiert würden, erklärte Helming.

De gesamte Organisationsstruktur des Bereitschaftsdienstes werde in den einzelnen KVen sehr unterschiedlich gehandhabt. „Der Vorteil dieses Systems ist, dass jede KV ihre Organisationsstruktur beibehalten kann. Es wird lediglich die Nummer ausgetauscht“, so Helming. © fos/aerzteblatt.de

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Thelber
am Mittwoch, 14. Juli 2010, 15:20

Schon lange überfällig ...

... ist das !!
Die Notdienste sind wie die Fürstentümer im Mittelalter organisiert: Mal ein Stadtkreis mit 2-3 Wochenenden und 2-3 Werktagen im Jahr, direkt daneben dann Bezirke mit 6-10 Kollegen und jeden Monat ein Wochenende futsch ...
"Ausreichend und Notwendig" wären - neben dem Notarztwagen im Rettungsdienst - zumindest in den alten Bundesländern 1-4 Sitzdienste in Notfallpraxen und 5-10 Hausbesuchsdienste je nach Geografie des Landkreises.

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