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Jeder Dritte fühlt sich für eigene Gesundheit nicht verantwortlich

Mittwoch, 14. Juli 2010

Hamburg – Jeder dritte Erwachsene in Deutschland sieht die Verantwortung für seine Gesundheit eher bei anderen als bei sich selbst. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Wissenschaftlichen Instituts der Techniker Krankenkasse (TK) für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen (WINEG).

Dabei sehen sich laut Studie Männer deutlich weniger in der Pflicht als Frauen: Von den befragten Männern vertraut fast jeder Zweite lieber auf die Ratschläge und Hilfe anderer, unter den Frauen dagegen nur gut jede Vierte.

„Besonders beunruhigend finde ich, dass gerade junge Menschen eher auf andere vertrauen, anstatt selbst Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen“, sagte WINEG-Direktor Frank Verheyen. Zudem sei es für viele eine Schicksalsfrage, ob Beschwerden wieder verschwinden. Für 28 Prozent der Befragten sei es Glück oder Pech, ob sie im Krankheitsfall wieder gesund würden.

„Dabei hängt der Therapieerfolg bei vielen Diagnosen tatsächlich stark davon ab, wie gut der Patient mitarbeitet“, so Verheyen. Insbesondere bei chronischen Leiden wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes sei es entscheidend, dass der Patient in der Therapie eine aktive Rolle übernehme.

Um Patienten für eine aktive Mitarbeit zu gewinnen, sieht Verheyen Ärzte gefragt. „Sie müssen bei den Patienten das Bewusstsein dafür wecken, dass ihr eigener Einsatz für den Therapieerfolg ausschlaggebend ist und welche Folgen eine mangelnde Mitarbeit für sie haben kann“, so der WINEG-Chef. © hil/aerzteblatt.de

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adonis
am Donnerstag, 15. Juli 2010, 15:30

Nein, dafür ist der Arzt zuständig.

Das Gehirn wird beim Arztbesuch in die Hutablage gelegt. Leider ist das heute noch Gang und Gäbe. Allerdings kann man seine Patienten auch motivieren. Dazu bedarf es aber eines intensiveren Kontaktes, als es heute möglich ist.
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