Frankfurt – Eine gemischte Bilanz der Entwicklung in Sachen Organspende in Deutschland hat die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) zehn Jahre nach ihrer Beauftragung als bundesweite Koordinierungsstelle für Organspende gezogen.
Tatsache sei, dass man mehr Menschen helfen könnte, wenn alle auf der Basis des Transplantationsgesetzes möglichen Organspenden auch realisiert und sich mehr Menschen zu Lebzeiten für eine Organspende entscheiden würden, betonte der DSO-Vorstand am Mittwoch in Frankfurt.
Er führte aus, einerseits sei die Organspende in Deutschland aufgrund eines etablierten und funktionierenden Gesundheits- und Transplantationssystems gut und sicher aufgestellt. Andererseits gebe es noch immer zu viele Unverbindlichkeiten in der Zusammenarbeit der Partner innerhalb dieses Systems.
Nach Angaben der DSO wurden von ihr als Koordinierungsstelle in den vergangenen zehn Jahren rund 12.200 Organspenden begleitet. Für rund 38.000 Patienten sei damit die Voraussetzung für eine lebensrettende Transplantation geschaffen worden. Allerdings dürfe nicht vergessen werden, dass 10.000 Menschen „auf der Warteliste“ gestorben seien, weil für sie kein Organ zur Verfügung gestanden habe.
Die DSO bekräftigte, im Interesse der 12.000 Menschen auf der Warteliste werde sie sich auch in Zukunft mit aller Kraft dafür einsetzen, möglichst allen Patienten mit einer Transplantation zu helfen.
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