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Tee- und Esslöffel für Medikamentendosierung ungeeignet

Donnerstag, 15. Juli 2010

Athen – Tee- oder Esslöffel sind ein sehr ungenaues Maß für die Verabreichung von Medikamenten. In einer Studie im International Journal of Clinical Practice (2010: 64: 1185-1189) schwankte das Füllvolumen beinahe um den Faktor drei.

Die Dosierungsangaben „ein Teelöffel" oder „ein Esslöffel“ finden sich vor allem bei Medikamenten, die kleinen Kindern oral verabreicht werden. Tabletten werden hier wegen der Gefahr der Aspiration vermieden. Nicht alle Arzneimittel werden mit kleinen Plastiklöffeln ausgeliefert, die außerdem in der Hausapotheke schnell verloren gehen.

Dann greifen die Mütter häufig in die Besteckschublade, um mittels eines Löffels zu dosieren. Matthew Falagas vom Alfa Institute of Biomedical Sciences in Athen bat 25 Frauen, ihm Tee- oder Esslöffel von zuhause mitzubringen.

Das Fassungsvermögen schwankte zwischen 2,5 bis 7,3 ml also beinahe um den Faktor 3. Selbst bei den standardisierten Teelöffeln gab es Unterschiede zwischen 3,9 bis 4,9 ml. Als Falagas fünf Frauen bat, den Löffel mit einer Paracetamol-Lösung zu füllen, neigten die meisten dazu, “randvoll” zu dosieren.

Das mittlere Füllvolumen betrug 4,8 ml. Nach Ansicht des Autors sollten Tee- und Esslöffel nicht mehr als Dosierungshilfen verwendet werden. Wenn eine exakte Menge abgemessen werden müsse, bieten sich Kunststoffspritzen (ohne Kanüle) als bessere Lösung an. © rme/aerzteblatt.de

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