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Ärzteschaft

Hoppe für Homöopathie als Kassenleistung

Donnerstag, 15. Juli 2010

Berlin/Saarbrücken – Der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Jörg-Dietrich Hoppe, hat sich gegen die Forderung gewandt, homöopathische Behandlungen nicht mehr von den Kassen erstatten zu lassen. „Die Wirkung von homöopathischen Mitteln ist zwar nicht naturwissenschaftlich belegbar, trotzdem ist die Homöopathie ein wichtiger Zweig in der Ausbildung von Ärzten geworden“, sagte Hoppe in der Mittwochsausgabe des Tagesspiegel.

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Zuvor hatte Karl Lauterbach (SPD) verlangt, dass Homöopathie nicht länger Kassenleistung bleiben dürfe, da es keinen klaren Nutzennachweis gebe. Patienten sollten die Naturheilverfahren aus eigener Tasche bezahlen, so der Gesundheitspolitiker. Der BÄK-Präsident setzt dagegen auf die Kombination von Naturheilkunde und Schulmedizin.

Besonders in der Behandlung von Befindlichkeitsstörungen wie Reiseübelkeit oder Wetterfühligkeit könnten mit Homöopathie laut Hoppe Erfolge erzielt werden. Auch in der Vorsorge sei die 200 Jahre alte Homöopathie ein wichtiger Helfer. Solche besonderen Behandlungsformen seien Bestandteil des Gesamtspektrums der Medizin, so Hoppe.

Unterdessen hat die SPD-Bundestagsfraktion klargestellt, dass sie an Homöopathie als Wahlleistung der gesetzlichen Krankenkassen festhalten wolle. Wie die „Saarbrücker Zeitung“ in ihrer Donnerstagsausgabe berichtet, habe Fraktionsvize Elke Ferner in einem Schreiben an ihre Fraktionskollegen Karl Lauterbach wegen dessen Vorstoß in die Schranken gewiesen.

„Die SPD plant in diesem Bereich keine Änderungen“, heißt es in dem Schreiben. Ihre Partei bekenne sich „ausdrücklich zu einem umfassenden Leistungskatalog“ in der gesetzlichen Krankenversicherung. © hil/aerzteblatt.de

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H.Blog
am Samstag, 17. Juli 2010, 12:24

Stärken und Schwächen der Evidenzbasierten Medizin (EbM)

Zwei Denkanstöße zum phrasenartigen Umgang meines Vorredners mit dem Begriff "evidenzbasierte Medizin":

EBM-Kritik: Prof. Harald Walach und das Problem mit der „Integrativen Medizin“
http://www.neuraltherapie-blog.de/?p=1338

Spannend auch:

Zweifelhafte Meta-Analysen: Wie evident ist die Evidenzbasierte Medizin?
http://www.psychophysik.com/h-blog/?p=7036
KuhnJ
am Freitag, 16. Juli 2010, 09:20

Die normative Kraft des Faktischen

Ein solcher Umgang mit der Hömöopathie zeugt von der normativen Kraft des Faktischen, aber nicht vom vielbeschworenen Stellenwert evidenzbasierter Medizin in der Versorgungspraxis.
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