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Ärzteschaft

Hausärzte wehren sich gegen Röslers Sparpläne

Donnerstag, 15. Juli 2010

Berlin/Köln – Der Deutschen Hausärzteverband hat mit „großer Wut“ auf die Sparpläne der schwarz-gelben Regierungskoalition reagiert. Auf einem Treffen am Mittwoch in Köln haben sich die Landesverbände auf ein Maßnahmenpaket geeinigt, mit dem sich der Verband gegen die Kürzungen bei Hausarztverträgen wehren will.
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Unter dem Motto „Lüge - Dieser Minister schadet ihrer Gesundheit“ wollten die Mediziner gegen Pläne von Rösler vorgehen. Demnach sollen in den kommenden Wochen in den Wahlkreisen von FDP-, CSU- und CDU-Politikern die hausärztlichen Praxen geschlossen werden.

Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) hatte Anfang Juli angekündigt, dass das Vergütungsniveau der hausarztzentrierten Versorgung (HzV) nach Paragraph 73b des fünften Sozialgesetzbuches (SGB V) zukünftig gesenkt wird.

„Nach dieser Kampfansage gegen die hausärztliche Versorgung der Patienten in Deutschland bleibt der Bundesgesundheitsminister aufgerufen, zu einer patientenorientierten Politik zurückzukehren“, betonte Ulrich Weigeldt, Bundesvorsitzender des Hausärzteverbandes.

Der Verband wolle den Politikern in Deutschland mit einem „eskalierenden Programm von Maßnahmen“ flächendeckend konkret klarmachen, was die angedrohte Beseitigung der Hausarztpraxen für die Versorgung der Patienten bedeute. Das Maßnahmenpaket soll noch während der parlamentarischen Sommerpause umgesetzt werden.

„Wir brauchen 20 Prozent mehr Ärzte in der Fläche, das wurde in der Gesundheitsministerkonferenz der Länder ganz klar festgestellt“, betonte Weigeldt. Aber die Politik tue nichts dafür und verschärfe im Gegenteil die Bedingungen für die Hausärzte.

Auch ein Ausstieg der Hausärzte aus dem System der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) sei denkbar. „Diese Option wird nicht nur in Bayern diskutiert, denn die Hausärzte werden in dieser rückwärtsgewandten, bürokratischen Körperschaft systematisch benachteiligt“, kündigte Weigelt an.

Dennoch bleibe die Bereitschaft zu konstruktiven Gesprächen über die Sicherung der ambulanten Versorgung der Patienten bestehen. „Wenn der Minister nicht länger sein Ziel verfolgt, innovative Versorgungsmodelle in Deutschland zu beseitigen, sitzen wir im Interesse unserer Patienten sofort mit am Tisch“, sagte der Verbandsvorsitzende.

Unterstützung erhielt Rösler aus seiner Partei. Die Koalition sei sich darin einig, „dass sich die Vergütung für die hausärztliche Versorgung in Zukunft am Niveau der normalen ärztlichen Versorgung orientieren soll“, erklärte FDP-Fraktionsvize Ulrike Flach. Die Hausärzteverträge hätten bisher nicht zu Einsparungen beitragen. „Über den Hausarzt als Lotsen wurden nachweisbar keine Mehrfachuntersuchungen vermieden“, erklärte Flach. © hil/afp/aerzteblatt.de

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frusti
am Freitag, 16. Juli 2010, 11:18

was denn nun

... an normalen ärztlichen versorgung orientieren - schon mal versucht, samstags einen niedergelassenen hno-ler zum hausbesuch zu kriegen? bei hausärzten klappt das - derzeit - zumindest im ländlichen bereich und im städtischen bereicht für schwerkranke mit gewisser regelmäßigkeit...
das das mitz gate keeper nicht funktuioniert,liegt an den windelweichen regularien, nicht an den hausärzten....
nogga
am Freitag, 16. Juli 2010, 08:45

Die Evolution wird es richten

Spezies, deren Umfeld vernichtet wurde, sterben aus.
Nur lassen sich Hausärzte aus ihren Rueckzugsgebieten (Ausland) nicht wie seltene Tierspezies aus`s Zoo`s wieder auswildern, da wir ein Selbstbestimmungsrecht haben.
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