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Weltweit 33 Millionen Menschen mit HIV infiziert

Freitag, 16. Juli 2010

Berlin – Am Sonntag beginnt in Wien die 18. Welt-Aids-Konferenz, zu der mehr als 20.000 Teilnehmer erwartet werden. Weltweit sind nach Angaben der Vereinten Nationen 33,4 Millionen Menschen mit HIV infiziert. Allein 2008 starben zwei Millionen Menschen an den Folgen der Immunschwächekrankheit.

Insgesamt gab es seit Ausbruch der Epidemie Anfang der 80er-Jahre weltweit 25 Millionen Aids-Tote. Im südlichen Afrika leben 22,4 Millionen Menschen mit HIV oder Aids. Das sind etwa zwei Drittel aller HIV-Infizierten weltweit. In Deutschland leben etwa 67.000 Menschen mit dem HI-Virus.   

Die Deutsche Aids-Hilfe sieht trotz dieser Zahlen in der Bundesrepublik keine „neue Sorglosigkeit“. „Wir sind davon überzeugt, dass das sehr, sehr selten ist. Weder Umfragen noch unsere Erfahrungswerte bestätigen das“, sagte die Aids-Hilfe-Geschäftsführerin Silke Klumb am Freitag in Berlin.  Man müsse immer die individuellen Lebensumstände der Patienten im Blick haben. „Es gibt Situationen, da sind sie rein psychisch nicht in der Lage, auf sich selbst zu achten und sich zu schützen“, sagte Klumb.

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Dem Berliner Robert-Koch-Institut zufolge sind bundesweit die Neuinfektionen während der vergangenen zehn Jahre vor allem bei homosexuellen Männern wieder deutlich gestiegen. Steckten sich 2009 insgesamt mehr als 2.850 Menschen neu mit HIV an, waren es 2001 nur rund 1.440.

Schwerpunkt der Arbeit der Aids-Hilfe sei im Moment unter anderem die Arbeit mit Prostituierten, sagte Klumb. Viele der Prostituierten aus osteuropäischen Ländern hätten einen „katastrophalen Bildungsstand“ und seien kaum informiert über Krankheiten.

„Es ist aber ein Gerücht, dass die Aidsrate unter den Prostituierten gestiegen ist“. Es kämen immer weniger der Mädchen aus Russland und der Ukraine, dafür allerdings „oft ganze osteuropäische Dörfer, wo die Frauen sich abwechseln.“ Hier versuche die Aids-Hilfe, feste Kontakte zu knüpfen, um alle der beteiligten Frauen zu erreichen.

In Deutschland sei die größte Gruppe der Infizierten nach wie vor homosexuelle Männer. Hier gehe die Aids-Hilfe in der Präventionsarbeit neue Wege, um in der Szene präsent zu sein. „Was früher im Darkroom und im Park war, passiert jetzt im Internet“, sagte Klumb. Hier sei die Aids-Hilfe etwa auf Internet-Kontaktbörsen und mit der Kampagne „Ich weiß was ich tu“ aktiv. © afp/ddp/aerzteblatt.de

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