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Drehtüreffekt in der Psychiatrie

Montag, 19. Juli 2010

Stuttgart – Die Wiederaufnahmequote bei stationären psychiatrischen Patienten ist in Deutschland sehr hoch. Darauf verweist die Techniker Krankenkasse (TK) aufgrund einer aktuellen Auswertung. Demnach wird jeder dritte Patient, der in Baden-Württemberg aus stationärer psychiatrischer oder psychosomatischer Behandlung entlassen wird, früher oder später wieder dort eingeliefert.

„Obwohl in ganz Deutschland die Wiederaufnahmequote sogar bei fast 50 Prozent liegt, ist dieser Drehtüreffekt für die Patienten und die Krankenkassen unbefriedigend – zumal wir die Gründe dafür nicht kennen“, sagte Andreas Vogt, Leiter der TK-Landesvertretung Baden-Württemberg, anlässlich einer Fachtagung der Kasse in Stuttgart. Die TK erhofft sich deshalb mehr Transparenz in der stationären Psychiatrie von der seit 1. Juli geltenden Vergütungsreform.

„Erstmals müssen die Kliniken den Krankenkassen den Schweregrad der Erkrankung nennen sowie die durchgeführten Therapien mitteilen“, so Vogt. Die Kliniken würden dann je nach Erkrankung und Therapie tagesbezogene Pauschalen erhalten. Bislang bekommt jede Einrichtung pro Patient einen ausgehandelten Pflegesatz pro Tag, unabhängig davon, wie schwer der Patient erkrankt ist und welche Therapien eingesetzt werden.

„Endlich wird es möglich sein, mehr Einblick zu bekommen, was mit den Patienten in den psychiatrischen Krankenhäusern tatsächlich gemacht wird“, erklärte Vogt. © hil/aerzteblatt.de

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adonis
am Sonntag, 25. Juli 2010, 10:01

Absolut dumme und unqualifizierte Kommentare!!!

Ich frage mich welche Irren hier ihre Kommentare hinterlassen dürfen. Mit Drogen wird in der geschlossenen Psychiatrie nicht behandelt. Diejenigen, die in Kliniken landen sind schwerst psychisch kranke Menschen und ihr Leiden ist leider chronisch. Die Menschen werden nicht abhängig gemacht, sondern Medikamente erleichtern ihr Leben in der Gesellschaft. Das geht eine Zeit gut und dann wieder schlecht, dann muss man wieder in die Klinik. Es grenzt aber an Dummheit der Psychiatrie Drogenmissbrauch oder den Einstieg dazu vorzuwerfen.
Wenn man das diskutieren will, so wäre ADHD ein Feld. Es eignet sich allerdings kaum für eine Forumsdiskussion.
Der Artikel suggeriert aber, dass die Psychiatrie nicht effektiv arbeitet. Es ist aber leider so, dass eine Schizophrenie oder Depression, welche den grössten Anteil der Patienten stellen, nicht mit einer Blinddarmoperation vergleichbar ist. Daher frage ich mich welche Qualifikation es bedarf bei einer sog. Fachtagung als TK Sprecher auftreten zu dürfen.
Zingel.com
am Donnerstag, 22. Juli 2010, 11:24

Drehtüreffekt?

Der beschriebene Drehtüreffekt der Psychiatriebehandlung ist in Wirklichkeit eine falsche Beschreibung der Rückkehr des Patienten an den Ort, wo er mit Drogen geheilt werden sollte. Es ist für die angegebenen 50% der Patienten keine Drehtür sondern eine Einbahnstrasse in die Abhängigkeit.
mkohlhaas
am Dienstag, 20. Juli 2010, 21:52

Keine Behandlung

Das hat einen einfachen Grund
Der Mensch wird in der Psychiatrie nicht behandelt um gesund zu werden sondern es wird nur unspezifisch in den Gehirnstoffwechsel eingegriffen.
Wenn ein Zahnarzt Zahnschmerzen nur damit behandeln würde dass er, behauptet, diese wären eine chronische Krankheit und dem Patient nur Schmerzmittel verschreiben und nicht den Zahn reparierte dann käme der Patient auch jede Woche wieder, sein und das Gebiss würde trotzdem immer schlechter.
Nur kein Zahnarzt würde so arbeiten.
DrogenSindDoof
am Montag, 19. Juli 2010, 21:17

Dieser Drehtüreffekt ist zu erwarten.

Meist wird mit Drogen therapiert. Drogen vermindern die Fähigkeit selber zu entscheiden, vermindern die Selbstbestimmtheit. So sind die Patienten nach der „Therapie“ wesentlich mehr durch irgendwelche Einflüsse aus der Umgebung gefährdet.

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