MHH schließt Vertrag zur Palliativversorgung von Kindern
Dienstag, 20. Juli 2010
Hannover – Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) und die niedersächsischen Landesverbände der gesetzlichen Krankenkassen haben einen Vertrag über die spezialisierte ambulante pädiatrische Palliativversorgung von Kindern und Jugendlichen geschlossen. Ziel ist, die Betreuung unheilbar kranker Kinder und Jugendlicher in gewohnter Umgebung zu gewährleisten.
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Laut MHH haben gesetzlich Krankenversicherte seit April 2007 einen Anspruch auf die ambulante Betreuung durch spezialisierte Palliativmediziner und -pflegedienste. Die Umsetzung dieses Gesetzes sei bei schwerkranken Kindern und Jugendlichen jedoch besonders problematisch.
„Zum einen verlaufen die Krankheiten oft anders als bei Erwachsenen, die Symptome sind andere und die Prognosen sind schwieriger. Zum anderen ist die Zahl der Spezialisten gering und die Wege im Flächenland Niedersachsen oft weit“, erklärte Dirk Reinhardt, Oberarzt an der MHH-Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie.
Die spezialisierte palliative Versorgung der jungen Patienten im häuslichen Umfeld wird der Klinik zufolge zunächst von fünf regionalen Teams aus Oldenburg, Sulingen, Hannover, Braunschweig und Göttingen geleistet. Zu jedem Team gehören mindestens ein qualifizierter Palliativmediziner, ein ambulanter Pflegedienst und ein psychosozialer Betreuungsdienst.
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