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Berliner Arzt für Sterbehilfe in Extremfällen

Mittwoch, 21. Juli 2010

Berlin – Der Berliner Mediziner Michael de Ridder plädiert in Extremfällen für Sterbehilfe durch Ärzte. Wenn Mediziner nichts mehr gegen die Leiden von Patienten unternehmen könnten, hätten die Kranken ein Anrecht auf ärztliche Beihilfe zum Suizid, erklärte de Ridder in einem Gastbeitrag für die Wochenzeitung „Die Zeit“ vom Donnerstag. Dabei gehe es allein darum, die Autonomie der Patienten zu respektieren. De Ridder ist Buchautor und Chefarzt der Rettungsstelle des Klinikums Am Urban in Berlin.

Für de Ridder steht diese Forderung nicht im Widerspruch zur Palliativmedizin. Dazu müsse jeder Versuch unternommen werden, so der Mediziner, der selbst Vorsitzender der Hans-Joachim-und-Käthe-Stein-Stiftung für Palliativmedizin ist.

„In ihrer klassischen Ausprägung stößt in wenigen Fällen auch die Palliativmedizin an Grenzen“, betont de Ridder. In solchen Ausnahmefällen solle der Patient selbst entscheiden können, wann er sterben wolle. Weder die Kirchen noch Hospizverbände oder andere Instanzen hätten die „Richtlinienkompetenz“, das „gute Sterben“ zu definieren. Die Entscheidung darüber komme allein dem Schwerstkranken oder Sterbenden selbst zu. © kna/aerzteblatt.de

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promisit
am Donnerstag, 22. Juli 2010, 08:40

Mut zur Realität

Endlichwieder einmal jemand, der den Mut hat, die Dinge beim Namen zu nennen. Allerdings sollte hier eine juristisch saubere Regelung getroffen werden, damit der Arzt niemals in den Verdacht gerät, hier eigenmächtig oder falsch gehandelt zu haben.
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