München – Das Klinikum rechts der Isar der TU München hat eine Therapieeinheit für Knochen- und Weichteilsarkome eingerichtet. Diese interdisziplinäre Einrichtung verfolgt das Ziel, die Diagnose und Therapie der bösartigen Tumore bei Patienten im Kindes- und Erwachsenenalter zu verbessern. Dazu sollen innovative Konzepte für Risikoabschätzung und individualisierte Therapien entwickelt werden.
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„Bösartige Tumore des Bewegungsapparates, die so genannten Sarkome, sind mit etwa 2.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland relativ selten“, heißt es dazu von den Münchner Medizinern. Gleichzeitig seien sie biologisch und klinisch heterogen und schwer zu behandeln.
„Die wichtigsten Therapieelemente sind Operation, Chemotherapie und Strahlentherapie“, so die Krebsspezialisten. Insbesondere in fortgeschrittenen Stadien mit Metastasierung und bei Rückfällen sei die Prognose sehr ungünstig.
In der neuen Therapieeinheit arbeiten Ärzte und Wissenschaftler unter anderem aus den Fachrichtungen Orthopädie, Pädiatrie, Pathologie, Onkologie, Radioonkologie, Radiologie und Nuklearmedizin eng zusammen, um die klinische Behandlung von Sarkomen zu optimieren.
Die begleitenden Forschungsprojekte sind darauf ausgerichtet, schnell in die klinische Anwendung zu münden und so zunehmend individualisierte Therapie-Strategien zu ermöglichen. Patienten, bei denen Sarkome festgestellt wurden oder die unklare Befunde haben, können sich direkt an das Zentrum wenden.
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