Amsterdam – Eine Gruppe von sieben Genen, nachgewiesen in Blutproben, kann zur Diagnostik einer schweren Depression beitragen und eine objektive Diagnosestellung ermöglichen. Diese Erkenntnisse gewannen Wissenschaftler um Sabine Spijker von der Universität in Amsterdam. Sie veröffentlichten ihre Ergebnisse in der Zeitschrift Biological Psychiatry (doi:10.1016/j.biopsych.2010.03.017).
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Die holländischen Forscher bewerteten in ihrer Studie die Genexpression im Blut gesunder Individuen im Vergleich mit dem Blut von Personen, die an einer schweren Depression erkrankt waren. Dabei konnten sie sieben Gene identifizieren, die bei Personen mit schweren Depressionen vorlagen, bei gesunden Personen hingegen nicht.
„Das ist ein erster aber großer Schritt bei der Entwicklung eines molekularen diagnostischen Werkzeugs für die Depression“, erklärte Spijker. Obwohl die Psychiatrie bereits spezifische Kriterien hat, um psychische Erkrankungen zu diagnostizieren, wäre diese diagnostische Methode objektiv und besonders bei Patienten von Vorteil, die Schwierigkeiten haben ihre Gefühlslage und aktuelle Situation verbal zu äußern.
Bisher sei es zwar noch zu früh, die Genexpression als diagnostischen oder prognostischen Test für die Depressionsdiagnostik einzusetzen, die Wissenschaftler hoffen allerdings, dass die Genexpression zukünftig als objektive Diagnostikmaßnahme infrage kommt.
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