Essen – Das Universitätsklinikum (UK) Essen bietet Brustkrebspatientinnen eine intraoperative Strahlentherapie an. Ein neues Gerät ermöglicht dabei die Bestrahlung des Brustkrebses bereits während der Operation.
„Mit der intraoperativen Strahlentherapie können wir das Tumorbett in der Brust präzise und selektiv bestrahlen und das umliegende gesunde Gewebe schützen“, erklärte Rainer Kimmig, Direktor der Frauenklinik am UK Essen.
Die bisher übliche, anschließende über sechs Woche dauernde Strahlentherapie von außen könne dadurch deutlich verkürzt werden. Als vorteilhaft sieht er an, dass nun das Gewebe in unmittelbarer Nachbarschaft des entfernten Tumors bereits während der Operation gezielt behandelt werden kann.
„Das Prinzip ‚weniger ist mehr‘ haben wir bereits bei der gewebeschonenden und sicheren Wächter-Lymphknotenmethode erfolgreich angewandt“, so der Direktor. Mit der intraoperativen Strahlentherapie könne die Wirkung am Ort des höchsten Risikos optimiert und die Nebenwirkungen auf gesundes Gewebe minimiert werden.
Der Klinik zufolge erkranken deutschlandweit jährlich rund 50.000 Frauen neu an Brustkrebs. Jede 100. Patientin davon werde mittlerweile im UK Essen behandelt.
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