Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) fordert mehr Informationen über die Versorgung von Menschen, die ein künstliches Knie- oder Hüftgelenk erhalten. Es sei wichtig, die Ursachen für die steigende Anzahl von Betroffenen zu erforschen und die Qualität der Operationen zu überprüfen, so die medizinische Fachgesellschaft.
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„Wir beobachten diesen Bereich in der orthopädisch-unfallchirurgischen Versorgung seit Jahren mit großer Sorgfalt“, sagte DGOU-Generalsekretär Fritz Uwe Niethard. Die Anzahl der Operationen nehme seit Jahren zu. So erhielten der Fachgesellschaft zufolge 2009 rund 209.000 Patienten in Deutschland ein neues Hüft- und rund 175.000 Patienten ein neues Kniegelenk.
„Die hohen Fallzahlen liegen am steigenden Altersdurchschnitt der Deutschen und am technischen Fortschritt“, so Niethard. Denn modernen Operationsmethoden ermöglichten heute Eingriffe bei Erkrankten mit angeborenen Gelenkschäden, die früher nicht möglich gewesen seien.
Bisher nicht erforscht sei aber, ob sich ein Teil der Eingriffe eventuell überflüssig sei. „Wir halten es aber für voreilig, allein aus der hohen Anzahl von Eingriffen zu schließen, dass ein Teil davon unnötig ist“, betonte Niethard.
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Nicht nur die Zahl der Endoprothesen ist deutlich gestiegen, auch die Zahl der postoperativen Wundinfektionen und Patienten mit dauerhaften und leidvollen Problemen nach einer solchen OP.
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