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Medizin

Östrogenspray gefährdet Kinder und Haustiere

Freitag, 30. Juli 2010

Rockville – Mit Evamist® hatte die US-amerikanische Arzneibehörde FDA vor drei Jahren erstmals ein Östrogenpräparat zugelassen, das eine besonders angenehme und einfache Applikation verspricht: Die Patientinnen mussten das Präparat nicht schlucken und sie mussten kein Pflaster tragen.

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Evamist wird einmal täglich auf eine Hautstelle an der Innenseite des Arms gesprüht. Dies hat sich in den klinischen Studien als sicher und effektiv erwiesen, doch in der Postmarketingphase sind jetzt unerwartete (vielleicht aber vorhersehbare) Komplikationen aufgetreten. Der FDA liegen acht Berichte von Kleinkindern (Alter drei bis fünf Jahre) vor, bei denen Folgen einer Östrogenexposition festgestellt wurden.

Bei den Mädchen kam es zu einer frühzeitigen Thelarche mit Entwicklung der Brustknospe oder einem Wachstum der Brust. Bei den Jungen wurde eine Gynäkomastie beobachtet. Diese Zeichen traten Wochen bis Monate nach dem Beginn der Behandlung der Erwachsenen auf – und bei einigen bildeten sie sich nach dem Absetzen des Medikaments durch die Erwachsenen wieder zurück.

Schlimm erwischt hatte es auch zwei weibliche Hunde. Auch bei ihnen kam es zu einer Vergrößerung der sekundären Geschlechtsmerkmale. Bei einer Hündin kam es sogar zu einem Leberversagen. Die FDA sieht derzeit offenbar keinen Grund, die Zulassung zu widerrufen.

Sie beschränkt sich auf einen Warnhinweis. Die Anwenderinnen sollen langärmelige Hemden tragen und dafür Sorge tragen, dass Kinder (und auch die Hunde) keinen Kontakt zu der besprayten Haut haben. In Deutschland ist Evamist noch nicht zugelassen. © rme/aerzteblatt.de

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promisit
am Montag, 2. August 2010, 09:44

EVA-Mist

Nomen est omen. Wie der Name schon sagt, ist das Medikament (ein solches ist es) für EVA und MIST. Wird hoffentlich in der BRD nie zugelassen. Man darf sich vorstellen, was passiert, wenn die Anwendungshäufigkeit ähnlich der "Pille" wäre. Es ist erschreckend, dass die Pharma bei Verdienst-möglichkeiten vor nichts mehr Skrupel hat.
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