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Eosinophile Pneumonie durch Daptomycin

Freitag, 30. Juli 2010

Rockville – Das Antibiotikum Daptomycin (Cubicin®) kann in Einzelfällen eine lebensgefährliche eosinophile Pneumonie auslösen. Darauf macht die amerikanische Arzneibehörde FDA aufmerksam.

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Daptomycin wurde im September 2005 (in Deutschland April 2006) zur Behandlung schwerer Haut- und Weichteilinfektionen zugelassen. Später wurde die Indikation auf die infektiöse Endokarditis ausgeweitet, wobei darauf zu achten ist, dass Daptomycin ausschließlich gegen grampositive Bakterien wirksam ist.

Erste Berichte über eine eosinophile Pneumonie haben dann dazu geführt, dass ein Warnhinweis in die Fachinformationen aufgenommen wurde – etwas versteckt auch in der deutschen Fachinformation. Anlässlich weiterer Publikationen in der Literatur hat die FDA jetzt eine erneute Bewertung durchgeführt.

Danach konnte in sieben Fällen ein kausaler Zusammenhang belegt werden. Bei allen Patienten besserten sich die Symptome nach dem Absetzten des Medikaments – fünf waren allerdings mit systemischen Kortikoiden behandelt worden). Bei zwei Patienten kam es bei einem erneuten Therapiebeginn mit Daptomycin zu einem Rezidiv der Eosinophilen Pneumonie.

Der FDA liegen 36 weitere Verdachtsfälle vor, in denen der kausale Zusammenhang aber nicht klar belegt werden konnte. Die Behörde warnt deshalb erneut vor der Nebenwirkung, die tödlich verlaufen kann, wenn die Symptome (Fieber, Husten, Atemnot) nicht richtig interpretiert werden. © rme/aerzteblatt.de

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