Düsseldorf – Kassenpatienten sollten nach Ansicht des Chefs des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen, Gerd Billen, nach einem Arztbesuch eine Quittung bekommen. „Dann haben die Versicherten einen Überblick, was die Untersuchungen, Anwendungen und Verschreibungen, die der Arzt vorgenommen hat, kosten“, sagte Billen der „Rheinischen Post“ vom Samstag.
Von einer solchen Quittung verspricht sich Deutschlands oberster Verbraucherschützer mehr Transparenz im Gesundheitswesen. „Das dient nicht nur der Kontrolle, ob der Arzt alles richtig macht, sondern führt auch beim Versicherten zu einem neuen Bewusstsein“, sagte Billen.
Der parlamentarische Staatssekretär im Gesundheitsministerium, Daniel Bahr (FDP), kündigte an, dass es Mitgliedern gesetzlicher Krankenkassen erleichtert werden solle, vom Arzt eine Rechnung zu verlangen. „Die Wahl der Kostenerstattung durch die Versicherten soll attraktiver werden", Bahr der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
Dazu werde im Herbst im Zuge der Gesundheitsreform ein Gesetz vorgelegt. Für Mitglieder gesetzlicher Kassen ist es schon jetzt möglich, vom Arzt eine Rechnung zu erhalten und das Geld von der Kasse erstattet zu bekommen. Diese Methode nutzt indes nicht einmal ein Prozent der Mitglieder.
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