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Morphin hemmt Gefäßwachstum bei Tumorerkrankungen

Montag, 2. August 2010

Minneapolis – Chronische Morphindosen hemmen die Angiogenese bei Krebserkrankungen. Das Opioid reduziert offenbar zusammen mit einem niedrigen Sauerstoffgehalt den Spiegel an pro-angiogenetischen Faktoren.

Das berichten Wissenschaftler der University of Minnesota Medical School unter der Leitung von Sabita Roy im American Journal of Pathology (doi:10.2353/ajpath.2010.090621). Ihre Ergebnisse erhielten sie allerdings aus Beobachtungen am Mausmodell.

Der in der Wissenschaft kontrovers diskutierten Frage, ob Morphin bei Krebserkrankungen hilft, wollten die Forscher bei an Lewis-Lungenkarzinomen erkrankten Mäusen nachgehen.

Sie verabreichten den Tieren regelmäßig klinisch relevante Dosen Morphin und verglichen anschließend deren Gefäß- und Tumorwachstum mit nicht behandelten Mäusen. Es zeigte sich, dass die Morphin-Therapie mittels niedriger Sauerstoffkonzentrationen den Signalweg der Wachstumsfaktoren für neue Blutgefäße hemmen.

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Da in der Entwicklung eines Tumors das Gefäßwachstum erheblich zum Tumorwachstum beiträgt, könnte Morphin in Zukunft bei der Krebsbehandlung nicht nur als reines Analgetikum helfen, sondern zusätzlich der Tumorprogression entgegenwirken, hoffen die Wissenschaftler. © hil/aerzteblatt.de

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