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IQWiG findet keinen Nutzen für Memantin bei Alzheimer-Demenz

Montag, 2. August 2010

Köln – Trotz neuer Daten ist für Memantin bei Alzheimer-Demenz ein Nutzen nicht belegt. Darauf hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hingewiesen. Eine jetzt vorgelegte Auswertung zweier bislang unveröffentlichter Studien und neue Analysen der Firma Merz ändern dem Institut zufolge nichts an dem Fazit eines Ende 2009 vorgelegten Abschlussberichtes.

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Das IQWiG hatte nach eigener Aussage seit 2006 das Darmstädter Pharmaunternehmen Merz wiederholt gebeten, unveröffentlichte Daten aus zwei Memantin-Studien zur Verfügung zu stellen. Anfang 2010 übermittelte das Unternehmen die Ergebnisse der beiden Memantin- Studien.

Gleichzeitig habe Merz selbst berechnete und ebenfalls zuvor nicht veröffentlichte Zusatzanalysen aus einer größeren Anzahl von Studien vorgelegt, so das Institut. Das IQWiG hat diese neuen Daten in einem Arbeitspapier bewertet.

„Diese Daten ändern nichts an den Schlussfolgerungen des 2009 veröffentlichten Abschlussberichts, dass ein Nutzen nicht belegt ist“, sagte Thomas Kaiser, Leiter des Ressorts Arzneimittelbewertung im IQWiG. Zudem seien die Zusatzanalysen, so wie sie vorgelegt wurden, nicht zu verwenden.

„Allerdings scheint es möglich, dass sich ein Nutzen von Memantin im Bereich Kognition zeigen lässt, wenn man die Daten in angemessener Weise analysiert“, so Kaiser. Doch die konkreten Berechnungen aus den Merz-Unterlagen ließen wesentliche Fragen offen.

Deshalb enthalte das IQWiG-Arbeitspapier jetzt Angaben, wie eine adäquate Berechnung aussehen sollte. „Sollten uns neue und dann hoffentlich nachvollziehbare Daten vorgelegt werden, prüfen wir unsere Schlussfolgerung erneut“, sagte Kaiser. © hil/aerzteblatt.de

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adonis
am Montag, 2. August 2010, 19:20

Mir ist noch nie ein augenscheinlicher Effekt der Antidementiva aufgefallen.

Ich hatte nur einmal ein tolles Erlebnis. Ein älterer Herr hatte ein schnell einsetzende Demenz. Nach verschiedenen Konsultationen bei Universitätsprofessoren landet er schliesslich in einem Altersheim. Er fiel auf, dass er immer über einschiessende Schmerzen klagte. Auf den Handflächen ein seltsames Ekzem. Der Syphilistest brachte das Ergebnis. Nach abgeschlossener Behandlund ging es dem Patienten deutlich besser und konnte in wiederhergestelltem Zustand nach Hause entlassen werden.
Das war aber eigentlich mein einzigstes Highlight. Ansonsten sieht es bei Demenzen leider sehr traurig aus.
Ich meine trotzdem dass sich in der sozialen Betreung von Demenzkranken einiges getan hat und man kann hoffen, dass der Weg weiter fortgefuhrt wird.
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