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Initiative fordert bundesweites Thrombose- und Lungenembolieregister

Dienstag, 3. August 2010

Frankfurt – Die Thrombose-Initiative setzt sich für die Einführung eines bundesweiten Thrombose- und Lungenembolieregisters ein. Anlass dafür sei die dürftige Datenlage zu thromboembolischen Erkrankungen.

„Wir wissen einerseits zu wenig über die Häufigkeit und die Umstände des Auftretens von Thrombosen und Lungenembolien in Deutschland und haben andererseits zu wenig Kenntnis vom tatsächlichen Nutzen der verfügbaren und zu erwartenden Arzneimittel“, sagte Knut Kröger von der Thrombose-Initiative.

Aus der Statistik der Diagnosis Related Groups (DRG) und aus Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ließen sich zwar einige Trends ableiten, die genauen Zusammenhänge seien jedoch nur durch ein langfristig angelegtes, bevölkerungsbasiertes Thrombose- und Lungenembolieregister zu ermitteln.

Die Kosten der akuten Behandlung der Lungenembolie in Deutschland schätzt die Initiative auf rund 640 Millionen Euro pro Jahr. Sie erwartet eine weitere Zunahme der Fälle, weil die Bevölkerung altert, die Patienten früher aus dem Krankenhaus entlassen und die Behandlungskonzepte immer komplexer würden.

„Gerade im ambulanten Bereich ist die Thromboseprophylaxe jedoch noch sehr unzureichend verankert“, kritisierte Kröger. Vor diesem Hintergrund sei die zu erwartende Einführung neuer oraler Antikoagulantien kritisch zu sehen.

„Nur wenn es gelingt, eine belastbare Datenlage zu schaffen, die eine klare Risiko-Nutzen-Bewertung zulässt, kann sich die Versorgungslage verbessern“, so Kröger. Sonst sei nicht sichergestellt, dass die richtigen Patienten die richtige Prophylaxemaßnahme erhielten. © hil/aerzteblatt.de

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ullrichkatz
am Dienstag, 3. August 2010, 23:32

Werden Thrombosen in Deutschland zu kurz behandelt ?

Die Antikoagultion,schnell und frühzeitig ist doch leider nur die eine Seite der Behandlung der Thrombosen. Ob nun ambulant oder stationär ist doch lediglich eine - zunächst vordergründige - Kostenfrage!
Wer fragt heute eigentlich noch nach dem Thrombus?

Grösse?Verlauf? Wachstum?Welche Venen sind betroffen , verschlossen,wieder offen nach Therapie? Ach so, welche Therapie eigentlich? Offensichtlich braucht man ja nur noch Heparin und Marcumar zu geben,schlecht sitzenden Kompressionsverband, dann Kompressionsstrumpf und...fertig! Wirklich?Der Thrombus wird eigentlich seinem " natürlichen" Verlauf überlassen.
Für das Postthrombotische Syndrom und die daraus resultierenden enormen Folgekosten ist jedoch entscheidend, wie hoch der Druck im Bein ist! Und wieviel Thrombus noch im Bein verblieben ist, besonders in der Kniekehle und Oberschenkel. Die schlechtesten Langzeitergebnisse sind zu erwarten, wenn die Beinvenen nicht rekanalisiert sind.
Und es wäre alles ganz einfach!
Wir behandeln neben der üblichen Antikoagulation mit sehr festen Kompressionsverbänden, 3xtäglich! gegen jeden Trend.Denn bei einem geschwollenen Bein ist der Kompressionsverband nach Stunden unwirksam,da das Bein dünner geworden ist-und zwar immer!Also wird nachgezogen.Gleichzeitig wird die milde intermittierende Kompression mit der Bochumer Venenhose (z.B.Lymphapress oder Lymphamat) angewandt,auch3xtäglich.
Nie ist ein Thrombus gewachsen,nie gab es eine Lungenembolie!
Aber immer war der Thrombus nach 14 Tagen NICHT weg, praktisch aber immer nach 30 Tagen!Wenn die ursprüngliche Thrombose frisch war.Alle Patienten mussten laufen, waren aber ca.10-14 Tage stationär,da sonst so was nicht zu händeln ist
Oft ein Zusatzgeschäft, da die "Fallpauschalen" die Therapie nicht abdecken.
Aber der bisherige Erfolg gibt uns Recht,weitere Untersuchungen laufen.
Es bleibt zu fragen, sollten wir Thrombosen nicht länger sehr fest Komprimieren ,reicht da nur ein Kompressionsstrumpf? Eher nicht, denn der Druck ist nicht so hoch.Und Wickeln ist Handwerk.
Ich bin heute noch immer wieder erstaunt,wie viel Thrombus offensichtlich durch Autolyse beseitigt werden konnte, aber wie gesagt, NIEMALS nach 14 Tagen.
Meine Radiologen staunen auch , denn nicht alles lässt sich zuverlässig mit Duplex allein kontrollieren.

Ullrich Katz
Ltd:Arzt
Klinik Am Ruhrpark
Fachklinik für Venenerkrankungen
Wieschermühlenstrasse 19

44791 Bochum
Te.0234-955070

Ullrich Katz

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