Weiterer Entstehungsmechanismus für Hypertonus
Donnerstag, 5. August 2010
Homburg – Ein Ionenkanal namens TRPM-4 steuert die Freisetzung von Adrenalin und ist damit auch für die Regulierung des Blutdruckes mitverantwortlich. Wissenschaftler des pharmakologischen Institutes der Universität des Saarlandes fanden diesen Subtyp transmembranärer Kanäle in mehreren Organen der Maus.
Dessen Blockade könnte wohlmöglich als neue Therapieoption bei der Behandlung des Bluthochdruckes dienen. Ihre Ergebnisse publizierten die Wissenschaftler im Journal of Clinical Investigation (doi:10.1172/JCI41348).
Das Forscherteam um Ilka Mathar und Marc Freichel analysierte Mäuse, die eine Deletion des TRPM-4-Gens besaßen. Zu ihrem Untersuchungsprogramm gehörten unter anderem intravasale Blutdruckmessungen, Bestimmungen von Katecholaminspiegeln sowie histologische Schnitte. Ihre Beobachtungen ergaben, dass sich bei diesen Mäusen auf lange Zeit ein signifikant höherer Blutdruck einstellte.
Daraus folgern die Wissenschaftler nun, dass eine Aktivierung des TRPM-4-Ionenkanals zur Blutdrucksenkung führt. Zusätzlich vermuten sie, dass ein Hypertonus bei Menschen mit genetisch bedingter Disposition auch auf diesen Ionenkanal zurückzuführen ist. © rme/aerzteblatt.de
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