Hartmannbund warnt Kliniken vor Kopfgeld bei Personalsuche
Freitag, 6. August 2010
Berlin – Die Bereitschaft einiger Kliniken, neuen Ärzten eine Prämie zu zahlen, ist dem Vorsitzenden des Hartmannbundes (HB), Kuno Winn, zufolge ein Zeichen für den sich rasant verschärfenden Ärztemangel. Zuletzt hatte das Heidekreis-Klinikum mit Häusern in Soltau und Walsrode bekannt gegeben, dass es jedem neuen Assistenzarzt eine einmalige Pauschale von 4.000 Euro zahlt.
„Leugnen hilft nicht mehr“, sagte Winn. Mangel erzeuge Wettbewerb, genau diesen gebe es jetzt. „Und das ist auch gut so“, erklärte Winn. Besser könne das Schlaglicht auf die Brisanz der Situation nicht geworfen werden.
Der HB-Vorsitzende warnte allerdings vor dem Glauben, diesen Wettbewerb um qualifizierte Nachwuchsärzte allein über Geld entscheiden zu können. Bisherige Erfahrungen belegten eindrucksvoll, dass Kriterien wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Lebensqualität finanziellen Gesichtspunkten mindestens gleichgestellt seien.
„Klinikträger und Politik sind gut beraten, diese Signale ernst zu nehmen und entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen“, so Winn. © hil/aerzteblatt.de
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