6.834 News Politik

Politik

Pflegebranche wächst rasant

Montag, 9. August 2010

Frankfurt/Main – In der Pflege entstehen laut einer Studie so viele neue Jobs wie in kaum einem anderen Wirtschaftssektor in Deutschland. Zwischen 1996 und 2008 sei die Zahl der Beschäftigten um rund 50 Prozent oder 3,9 Prozent pro Jahr gestiegen, wie aus einer am Montag veröffentlichten Studie des Wifor-Instituts der TU Darmstadt hervorgeht. Damit war der Job-Zuwachs in etwa sechsmal so groß wie in der Gesamtwirtschaft.

2008 habe die Pflegebranche 1,12 Millionen Menschen beschäftigt und damit mehr als die Auto-, die Elektroindustrie oder der Maschinenbau, zitierte die „Frankfurter Rundschau“ vom Montag aus der Untersuchung. Im Maschinenbau arbeiteten im vergangenen Jahr laut Arbeitgeberverband Gesamtmetall im Schnitt rund 983.000 Beschäftigte, 766.000 in der Autoindustrie und knapp 584.000 in der Elektrotechnik.

Anzeige

Das Wifor-Institut zog für seine Berechnungen nicht nur die Alten- und die Krankenpflege heran. Eingerechnet wurden zum Beispiel auch Heime für werdende Mütter, Einrichtungen zur Eingliederung und Pflege Behinderter und Wohnheime für Behinderte.

Seit 2005 schwächte sich der Job-Boom in der Pflegebranche der Studie zufolge jedoch etwas ab. Weil aber der Anteil älterer Menschen an der Gesellschaft stetig wachse, wird damit gerechnet, dass in den kommenden Jahren speziell in der Alten- und Krankenpflege viele neue Arbeitsplätze entstehen, wie die Zeitung berichtete. Die Alten- und Krankenpflege ist schon jetzt der größte Bereich im Pflegesektor.

Das Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln geht dem Bericht zufolge bis 2050 von einer Verdreifachung der Zahl der Arbeitsplätze in der Altenpflege aus. Dann könnten in dem Bereich insgesamt 2,06 Millionen Arbeitnehmer in Voll- und Teilzeit arbeiten. © afp/aerzteblatt.de

Drucken Versenden Teilen
6.834 News Politik

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

KrankerPfleger
am Mittwoch, 11. August 2010, 11:37

@Adonis:

In diesem Fernsehbeitrag des SWR http://is.gd/eaZt0 kommt ein Betriebsrat vor. Aber irgendwie scheint ers nicht zu bringen. Was meine Meinung von Gewerkschaftsfunktionären bestätigt. :-/
brennnessel
am Dienstag, 10. August 2010, 13:14

Leid der Mitarbeiter hat Leid der Alten zur Folge

Ich beobachte seit geraumer Zeit, dass am Ende der Kette der alte Mensch steht. Sei es im Altenheim oder in einer privaten Wohngruppe. Es scheint so zu sein, dass die hierfür empfänglichen Menschen sich allesamt aus der Branche herausziehen, weil sie das Elend einfach nicht ertragen können. So werden dann auch durch die verbliebenen Mitarbeiter rigorose Ansichten vertreten und selbstverständlich den alten Menschen fundamentale Rechte vorenthalten. Zum Beispiel wird auf medizinisch indizierte Medikation verzichtet. Gerade in puncto der in der PRISCUS erwähnten Psychopharmaka. Wird dies aufgedeckt, redet ma sich raus mit. Zum Hintergrund: Es war im Gespräch mit dem Neurologen aufgedeckt worden, dass Neuroleptika über ein Jahr lang überdosiert worden war und der Pflegedienstinhaber persönlich dies veranlasst hatte, entgegen der ausdrücklichen telefonischen Weisung des Arztes. Ein danach ausgegebene Medikation wurde lässig umgangen durch die Umgehung des unliebsamen Arztes; das Medikament wurde vom Hausarzt geholt - ohne Medikation. Erst die Krankenkasse schritt ein.
adonis
am Dienstag, 10. August 2010, 13:04

@KrankerPfleger: interessantes Posting

Wo bleibt nun die Gewerkschaft? Oder bekommt Herr Bsirke Schweigegeld?
KrankerPfleger
am Dienstag, 10. August 2010, 10:39

Branche wächst, Lohn sinkt.

Die "Gesundheits"Konzerne wie Rhön und AMEOS dürfen Gewinne maximieren. Und tun dieses auch. Ohne Rücksicht auf (Qualitäts)Verluste. Leidtragend ist das Personal, denn dort läßt sich am meisten sparen. Per Umweg über eine konzerneigene Leiharbeitsfirma drosselt Ameos die Kosten pro Pflegekraft um bis zu dreißig Prozent. Bei mehr als gleicher Arbeitsbelastung zu einem Dumpinglohn werden Pflegekräfte regelrecht verschlissen.

Da nützt das beste Wachstum nichts mehr. Die MitarbeiterInnen werden verheizt, auf der Strecke bleibt der Patient.

http://yigg.it/6xggy

Themen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Z
Suchen

Login

E-Mail

Passwort


Passwort vergessen?

Registrieren

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Merkliste

Anzeige
Eingeloggt als

Suchen in