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Sterberisiko steigt mit Taillenumfang

Dienstag, 10. August 2010

Atlanta – Ein leichter Bauchansatz ist vergleichsweise ungefährlich, doch Träger der Konfektionsgröße XXL haben einer prospektiven Beobachtungsstudie in den Archives of Internal Medicine (2010; 170: 1293-130) zufolge ein zweifach erhöhtes Sterberisiko.

Nicht das vermehrte Körpergewicht an sich, sondern die Verteilung des Fettgewebes ist für die kardiovaskulären Risiken von Übergewicht und Adipositas verantwortlich. Als besonders gefährlich stufen Experten die viszerale Adipositas ein, die heute Teil der Definition des metabolischen Syndroms ist.

Ein vermehrter Bauchumfang wurde in früheren Untersuchungen bereits mit inflammatorischen Markern, einer Insulinresistenz, einem Typ-2-Diabetes und einer koronaren Herzkrankheit in Verbindung gebracht. Jetzt zeigen Eric Jacobs und Mitarbeiter der American Cancer Society in Atlanta, dass der Bauchumfang, als Marker der viszeralen Adipositas, ein unabhängiger Risikofaktor für einen frühzeitigen Tod ist.

Die Kohorte umfasst 48.500 Männer und 56.343 Frauen im Alter über 50 Jahren, die im Rahmen der Cancer Prevention Study II (Nutrition Cohort) regelmäßig zu ihren Lebens- und Ernährungsgewohnheiten befragt werden.

In den Jahren 1992/1993 machten sie auch Angaben zu Körpergewicht und Taillenumfang. Bis Ende 2006 sind 9.315 Männer und 5.332 Frauen gestorben. Die Auswertung von Jacobs ergab eine nahezu lineare Assoziation, die unabhängig vom Body-Mass-Index war.

Bei normalgewichtigen Männern steigt das Sterberisiko pro 10 Zentimeter mehr Taille um 16 Prozent. Bei Übergewichtigen sind es 18 Prozent und bei Adipösen 21 Prozent pro 10 Zentimeter. Bei Frauen waren es 25 Prozent, 15 Prozent und 13 Prozent, um die das Sterberisiko bei jedem Wechsel der Konfektionsgröße steigt.

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Männer mit einem Bauchumfang von über 120 Zentimetern, das ist die Größe XXL, hatten ein zweifach höheres Sterberisiko als Männer mit einem Umfang von weniger als 90 Zentimetern (Relatives Risiko RR 2,02; 95-Prozent-Konfidenzintervall (1,71-2,39), wobei ausführliche Befragung der Teilnehmer die Berücksichtigung anderer Risiken ermöglichte. Die Gefahr ist deshalb „echt“, auch wenn der Bauchumfang natürlich nur ein Marker für „darunter liegende“ metabolische Veränderungen sein dürfte.

Bei Frauen bedeutet eine Taille von 110 Zentimetern (im Vergleich zu unter 75 Zentimetern) ebenfalls ein mehr als zweifach erhöhtes Sterberisiko (RR 2,36; 1,98-2,82). Interessant an der Studie ist, dass die viszerale Adipositas nicht nur, wie erwartet, mit einem erhöhten kardiovaskulären Sterberisiko assoziiert war.

In beiden Geschlechtern kam es auch zu vermehrten Todesfällen an Krebs, Atemwegserkrankungen (dieses Risiko war sogar deutlich stärker ausgeprägt als das kardiovaskuläre Risiko) und anderen Todesursachen. Auf mögliche Gründe hierfür gehen die Autoren nicht ein. © rme/aerzteblatt.de

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Businesspaar
am Freitag, 13. August 2010, 09:13

Strafzahlungen

Wer als Fettleibiger uneinsichtig ist, müsste drastische Zuzahlungen in das Gesundheitssystem leisten. In Japan funktioniert das bereits hervorragend. Niemand zwingt jemanden Fastfoodmüll zu konsumieren.
promisit
am Mittwoch, 11. August 2010, 09:01

Gegenläufige Bestrebungen in unserer Gesellschaft

Während auf der einen Seite vermehrt Aufklärung betrieben und damit gesundheitsbewußtes Verhalten provoziert werden soll, lockt die damit endlos Geld verdienende Fast-Food-Industry die Menschen immer mehr zum Konsum.
Der Mensch isst mit dem Bauch und nicht mit dem Kopf.

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