Frankfurt – Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) hat seit Jahresbeginn knapp 14,2 Milliarden Euro für Arzneimittel und Test-Diagnostika ausgegeben. Laut Untersuchungen des Marktforschungsinstitutes IMS Health haben Zwangsrabatte und Apothekennachlässe die GKV dabei um fast eine Milliarde Euro entlastet.
Im Vergleich mit dem ersten Halbjahr 2009 stiegen die Arzneimittelkosten um 4,5 Prozent. Damit liege die Steigerungsrate noch unter dem von Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und GKV-Spitzenverband vereinbarten Zuwachs von 4,8 Prozent, so die Marktforscher.
Sie führen die Ausgabensteigerungen im Arzneimittelsektor vor allem auf die wachsende Anzahl älterer, multimorbider Patienten sowie auf medizintechnische und pharmazeutische Innovationen zurück.
Im generikafähigen Segment sind inzwischen 58 Prozent der Medikamenten-Packungen Bestandteil eines Rabattvertrages, der Verkauf einiger Wirkstoffe, etwa zur Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen (Levothyroxin) oder Fettstoffwechselstörungen (Simvastatin), erfolgt laut IMS zu 70 bis 80 Prozent rabattiert.
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