Berlin – Arzneimittelfälschungen sind in Entwicklungs- und Übergangsländern weiter auf dem Vormarsch. Dagegen tauchen sie bei deutschen Apotheken und Großhändlern nur selten auf. Nach Auskunft des Bundeskriminalamtes (BKA) sind in Deutschland seit 1996 insgesamt 40 Fälle von Arzneimittelfälschungen in der legalen Verteilerkette bekannt geworden.
In den meisten Industrienationen wie Australien, Kanada, in überwiegenden Teilen der Europäischen Union und den USA, machen gefälschte Arzneimittel weniger als ein Prozent des Arzneimittelvolumens des jeweiligen Landes aus, schätzt die Weltgesundheitsorganisation (WHO).
Dagegen sei in vielen afrikanischen Ländern und Teilen von Asien, Lateinamerika und Übergangsländern ein sehr viel höherer Prozentsatz der zum Verkauf angebotenen Arzneimittel gefälscht.
So ist laut WHO beispielsweise in Südostasien mittlerweile bereits jedes zweite Anti-Malaria-Arzneimittel eine Fälschung. Nach neuesten Erkenntnissen schwappe die Welle gefälschter Malariamittel inzwischen von Südostasien nach Afrika über, meldete heute das Bundesgesundheitsministerium.
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