Politik

Lauterbach fordert Ausbau der ambulanten Kindermedizin

Donnerstag, 12. August 2010

Köln – Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD, Karl Lauterbach, plädiert für einen Ausbau der ambulanten Kindermedizin, gesonderte Facharztverträge sowie eine bessere Vergütung niedergelassener Pädiater. Er warnte davor, Hausärzte per Hausarztvertrag „durch die Hintertür“ zu Kinder- und Jugendärzten zu machen. Dies sei eine verhängnisvolle Entwicklung vor allem für schwer kranke und chronisch kranke Kinder und Jugendliche.

„Ich halte es für falsch, dass schwerkranke Kinder in Hausarztverträge eingeschrieben werden und der Hausarzt dann nur marginal qualifiziert ist, diese Versorgung anzubieten“, erklärte Lauterbach in der aktuellen Zeitschrift Kinder- und Jugendarzt. Dies gelte beispielsweise bei stark ausgeprägtem Asthma oder Mukoviszidose.

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Der SPD-Gesundheitsexperte rief den Gesetzgeber auf, die medizinische Versorgung der Kinder und Jugendlichen ausschließlich in die Hände von Kinder- und Jugendärzten zu legen. „Wir haben bei Kindern Alterdiabetes, Bluthochdruck und zum Teil beginnende Arthrosezeichen. Daher muss die Kinder- und auch die Jugendmedizin deutlich gestärkt werden. Das kann nicht der Hausarzt nebenher machen“, so Lauterbach. © hil/aerzteblatt.de

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popert
am Freitag, 13. August 2010, 02:07

Logik?

Herr Lauterbach stellt erst Altersdiabetes, Bluthochdruck und Arthrosezeichen bei Kindern fest - und fordert dann, dass ausgerechnet diejenigen, die am meisten Erfahrungen mit diesen Erkrankungen haben, von der Versorgung ausgeschlossen werden! Das verstehe, wer will.

(Aber vielleicht will Herr Lauterbach das publizistische Sommerloch auch nur mit humoristischen Einlagen gestalten?)

Mal ganz davon abgesehen: diese Forderung ist auch schon deswegen nicht umsetzbar, weil es (außer in wenigen Großstädten) gar nicht genügend Kinderärzte gibt.
Es wäre also viel sinnvoller, über Kooperationen nachzudenken, um die Kompetenzen zu bündeln.
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