Berlin – Knapp zwei Wochen nach Inkrafttreten des gesetzlichen Mindestlohns in Teilen der Pflegebranche hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi vor einem Unterlaufen durch Tricks der Unternehmen gewarnt. Eine erste Auswertung von Anrufen bei einer Telefonhotline für Beschäftigte habe ergeben, dass „Arbeitgeber nichts unversucht lassen, um den Pflegemindestlohn zu umgehen“, erklärt Verdi-Bundesvorstand Ellen Paschke am Donnerstag in Berlin.
So versuchten Arbeitgeber verbotenerweise etwa, Urlaubs- und Weihnachtsgeld oder Schichtzulagen in die Stundenlohnberechnung einzubeziehen und diesen so auf die gesetzlich vorgeschriebene Mindesthöhe zu bringen.
In anderen Fällen würden Fahrtgelder auf den Stundenlohn angerechnet oder die Fahrtzeiten zu Patienten nicht mehr als Arbeitszeit betrachtet. Paschke rief alle Beschäftigten auf, Ende August ihre monatlichen Lohn- und Gehaltsabrechnungen genau zu prüfen.
aerzteblatt.de |
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